Mittwoch, 27. Februar 2013

10 Fragen an... Nancy Salchow




  Nancy Salchow wurde 1981 in Mecklenburg-Vorpommern geboren.
Geschrieben hat sie schon immer gerne, und seit Ende 2010 intensiv an Romanen.
Im September 2011 erschien ihr Debütroman "Herzliche Restgrüße" als eBook 
bei der Verlagsgruppe Droemer Knaur.
Im Frühjahr 2012 erschien eine eigene eBook-Edition (auch bei Droemer Knaur).


Mehr über Nancy Salchow und ihre Werke findet ihr hier:


Zuerst einmal auch an Dich ein großes Dankeschön das Du Dir die Zeit nimmst um meine Fragen zu beantworten.

1. Wann hast Du Deine Liebe zu Büchern entdeckt? Als Kind, Jugendliche, Erwachsene? Und gibt es ein Buch aus dieser Zeit das Dir ganz besonders in Erinnerung geblieben ist?
Es mag verrückt klingen, aber die Liebe zum Schreiben war eher da als die Liebe zum Lesen. Ich habe zwar gern gelesen, aber schon als junges Mädchen noch mehr geschrieben: Gedichte, kleine Geschichten, Tagebücher. Diese Leidenschaft ist bis heute geblieben. Das Buch, das mich in jungen Jahren am meisten geprägt hat, war kein gewöhnliches, aber umso wichtigeres für mich: Das Tagebuch der Anne Frank. Das Schicksal dieser jungen Jüdin und ihre Liebe zum Schreiben, die ihr durch schwere Zeiten geholfen hat, haben mich niemals losgelassen.

2. Was hast Du getan, nachdem Du Deine Zusage für Deine 1.Veröffentlichung bekommen hast? Wie verlief der restliche Tag? Hast Du Dein Telefonbuch rauf und runter abtelefoniert? Gefeiert?
Ich war schon immer vorsichtig, was das Freuen angeht, weil ich immer glaube, dass doch noch etwas schiefgehen könnte. Selbst als ich bereits die mündliche Zusage hatte, dachte ich noch, dass es scheitern könnte. Woran ich mich erinnern kann, sind natürlich einige Telefonate und sehr sehr viel Aufregung.

3. Wenn Du eine neue Geschichte beginnst zu schreiben, hast Du Sie dann schon von Anfang bis Ende im Kopf? Oder entwickelt es sich erst beim Schreiben und Du kennst das Ende selbst noch nicht?
Oft weiß ich nicht mal, wie eine Geschichte ausgehen wird. Aber selbst wenn das Ende und der grobe rote Faden steht, lasse ich mir mit der eigentlichen Handlung gern die Freiheit, diese beim Schreiben entstehen zu lassen. Diese Erfahrung hat gezeigt, dass sich die Geschichten so am lebendigsten entwickeln und die Titelhelden auf diese Weise auch am logischsten handeln und reagieren können, weil sie eben gewissermaßen selbst entscheiden, was sie tun möchten oder müssen. Erst diese Freiheit bringt mir wirklichen Spaß beim Schreiben, da die Handlung dem echten Leben so am nächsten ist. Im realen Leben weiß ich schließlich auch nicht vorher, was als nächstes geschehen wird oder wie etwas ausgeht.

4. Zu Zeiten von Ebook-Readern und dem digitalen Lesen, an welchem Buch hängt Dein Herz (weshalb es wohl für immer in gedruckter Ausgabe in Deinem Bücherregal stehen wird)?
Das wäre in erster Linie immer das oben erwähnte „Tagebuch der Anne Frank“. Grundsätzlich lese ich ohnehin lieber gedruckte Bücher, da wird die Liebe des jungen Mädchens in mir wohl immer die Oberhand behalten.

5. Dein Lesehighlight 2012?
Ich lese nicht sehr oft, da ich viel Zeit mit dem Schreiben verbringe, aber „Ewig dein“ von Daniel Glattauer hat mich sehr beeindruckt, auch wenn ich jetzt nicht weiß, ob es 2011 oder 2012 erschienen ist. Gelesen habe ich es aber im letzten Jahr.

6. Wo schreibst Du am Liebsten? Im Arbeitszimmer, Garten,….
Am liebsten im Wohnzimmer, ganz unspektakulär mit dem Laptop auf dem Schoß, während das normale Leben um mich herum weitergeht. Wenn ich erst mal in der Geschichte bin, kann ich allerdings überall schreiben.

7. Wie stehst Du zu Buchverfilmungen? Erst Buch oder erst Film? Und wenn Du zuerst den Film gesehen hast, liest Du danach trotzdem noch das Buch?
Es kommt selten vor, dass ich einen Film schaue, den ich schon als Buch kenne oder umgekehrt. In der Regel entscheide ich mich für eines von beiden. Als ich allerdings den Film „Abbitte“ gesehen habe, konnte ich das Buch, das ich damals bereits besaß, seltsamerweise nicht mehr lesen.

8. Auf welche Buchveröffentlichung freust Du Dich 2013?
Um ehrlich zu sein fiebere ich keinem Buch wirklich entgegen, da ich die Veröffentlichungen nicht so im Kopf habe und nicht so oft lese, wie ich es gerne würde. Das ergibt sich bei mir meistens spontan, wenn ich online unterwegs bin oder in einem Buchladen einen Namen oder ein Werk entdecke, das ich schon immer lesen wollte oder das mich spontan neugierig macht.

9. Schreibst Du gezielt zu festen Zeiten oder einfach nur spontan wenn Dir danach ist?
Das ändert ständig, am effektivsten allerdings morgens oder spätabends. Da sprudeln die Ideen am zuverlässigsten.
 
10. Welches Buch liest Du aktuell?
„Eine gefangene Liebe“ von Anita Shreve.
 
Vielen lieben Dank für Deine Antworten :-)

 

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