Donnerstag, 14. Februar 2013

10 Fragen an... Gabriella Engelmann


Die 1966 in München geborene Gabriella Engelmann lebt und schreibt in ihrer Wahlheimat Hamburg Romane, Kinder- und Jugendbücher.
Ihr neuestes Werk "Im Pyjama um halb 4" wird hier auf meinem Blog im April verlost ;-)

Und nun zu meinen Fragen...



Zuerst einmal ein großes Dankeschön das Du Dir die Zeit nimmst um meine Fragen zu beantworten. 
Toll, dass du an mich gedacht hast, liebe Silke :-)

1. Wann hast Du Deine Liebe zu Büchern entdeckt? Als Kind, Jugendliche, Erwachsene? Und gibt es ein Buch aus dieser Zeit das Dir ganz besonders in Erinnerung geblieben ist?
Ich habe das Gefühl, dass ich schon direkt nach meiner Geburt ins „Buchleben“ geplumpst bin. Sobald ich was zu fassen bekam, das man anschauen oder lesen konnte, habe ich alles andere stehen und liegen gelassen. Später habe ich tonnenweise Bücher aus der Bibliothek nach Hause geschleppt und bin vollkommen in meiner Bücherwelt versunken. Aber ich war kein „Nerd“, ich hab auch durchaus gern draußen mit meinen Freundinnen gespielt – und zusammen mit ihnen Geschichten erfunden.
„Die Wawuschels“ von Irina Korschunow und die MUMINS. Leider habe ich keine Ahnung, wo diese Bücher abgeblieben sind. Müsste ich mir mal neu kaufen!
  
2. Was hast Du getan, nachdem Du Deine Zusage für Deine 1.Veröffentlichung bekommen hast? Wie verlief der restliche Tag? Hast Du Dein Telefonbuch rauf und runter abtelefoniert? Gefeiert?
Ich konnte es erst gar nicht fassen. Ich hab mich immer wieder selbst gezwickt, mich dann bei meiner Agentin rückversichert, dass das kein Fehler ist und die im Grunde eine andere meinen. Und dann ja, ich hab gefeiert. Wie, weiß ich gar nicht mehr genau, aber ein Gläschen Sekt war bestimmt mit von der Partie ;-)

3. Wenn Du eine neue Geschichte beginnst zu schreiben, hast Du Sie dann schon von Anfang bis Ende im Kopf? Oder entwickelt es sich erst beim Schreiben und Du kennst das Ende selbst noch nicht?
Ich bin ja leider so gar keine Strategin. Weder im Leben noch beim Schreiben. Natürlich muss es für den Verlag immer ein Exposé geben, denn die wollen ja keine Buchkatze im Sack kaufen. Von daher steht der grobe Plot dann schon, ist aber durchaus „ausbaufähig“. Zum Glück wissen meine Lektorinnen das auch und vertrauen mir, weil sie wissen, dass sich im Lauf des Schreibens im Zweifelsfall eine bessere Alternative ergibt. 

4. Zu Zeiten von Ebook-Readern und dem digitalen Lesen, an welchem Buch hängt Dein Herz (weshalb es wohl für immer in gedruckter Ausgabe in Deinem Bücherregal stehen wird)?
Da fallen mir natürlich als allererstes meine heiß geliebten Bilderbücher ein, die ich eine Zeitlang gesammelt habe. Oder Bücher, die nicht mehr aufgelegt werden, Romane, in denen ich bestimmte Stellen markiert habe. Bislang besitze ich keinen Reader und weiß daher gar nicht, wie sich das Lesen auf einem solchen Gerät anfühlt. Aber ich finde das ist  eine tolle Möglichkeit, gerade im Urlaub oder wenn man viel unterwegs ist.
  
5. Dein Lesehighlight 2012?
Neben vielen, viele tollen Kollegenbüchern ganz klar: „Das Schneemädchen“ von Eowyn Ivey. Das Buch ist dermaßen atmosphärisch, sprachlich toll gemacht und so „besonders“, dass ich froh bin, es inmitten all der Neuerscheinungen entdeckt zu haben.

6. Wo schreibst Du am Liebsten? Im Arbeitszimmer, Garten,….
Ganz klassisch an meinem Schreibtisch, also im Arbeitszimmer. Alles andere würde mich komplett ablenken. Ideenskizzzen oder Exposés entstehen aber häufiger in Cafés, da inspiriert mich der Trubel eher ;-) 

7. Wie stehst Du zu Buchverfilmungen? Erst Buch oder erst Film? Und wenn Du zuerst den Film gesehen hast, liest Du danach trotzdem noch das Buch?
Uiuiui, schwere Frage. Sagen wir mal so: es gibt Stoffe, von denen ich weiß, dass ich sie nicht lesen würde, weil sie nicht mein Genre sind. Die „Tribute von Panem“ oder auch „Twighlight“ sind so ein Beispiel. Da fand ich die Filme toll und fieberte der Fortsetzung entgegen. Zum Lesen wären sie mir alleine schon zu dick ;-)
Ansonsten lese ich aber häufig zuerst das Buch und versuche dann keine große Erwartungshaltung an den Tag zu legen, wenn ich im Kino bin. Dazu weiß ich zu gut, dass man Buch und Film nicht 1:1 umsetzen kann.


8. Auf welche Buchveröffentlichung freust Du Dich 2013? 
Hm, ich habe ehrlich gesagt gerade keinen echten „Plan“, was so alles erscheinen wird … Aus dem Arena-Verlag auf alle Fälle „Lotta 3“ von Alice Pantermüller, aber auch „Spiegelriss“ von Alina Bronsky. Oder die Fortsetzung der „Kirschkernspuckerbande“ von Gernot Gricksch im Knaur-Verlag.
  
9. Schreibst Du gezielt zu festen Zeiten oder einfach nur spontan wenn Dir danach ist?
An sich schreibe ich zu den Zeiten, an denen andere Leute auch klassischerweise arbeiten. Also ca. ab neun. Spätestens um achtzehn Uhr muss dann aber Schluss sein, weil mich die Figuren dann in den Schlaf begleiten, was nicht immer hilfreich ist. Am allerliebsten schreibe ich eigentlich sonntags, weil dann alles so schön ruhig ist. Passiert aber nur selten, weil ich ja auch ein Privatleben habe. Und das findet dann überweigend am Wochenende statt ;-)
  
10. Welches Buch liest Du aktuell?
 Sophie Kinsella: Kein Kuss unter dieser Nummer. Einfach toll!

Wer mehr über Gabriella Engelmann erfahren möchte sollte einen Blick auf ihre Seite werfen:  Gabriella_Engelmann.de 

 


 



1 Kommentar:

  1. Liebe Silke, liebe Gabriella,

    danke für diese offenen nette Worte und danke für deine Mühe, liebe Silke.
    Gerne mehr davon.

    Liebe Grüße
    Carmen.

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