Freitag, 22. Februar 2013

10 Fragen an... Jana Voosen


Die 1976 in Hamburg geborene Autorin schreibt Romane und Theaterstücke.
Nach ihrem Abitur und einer Banklehre lernte sie die Schauspielerei in Hamburg und New York.
Ihr aktueller Roman "Liebe mit beschränkter Haftung"
erschien 2012 (Heyne Verlag).
Wer mehr über Jana Voosen erfahren möchte sollte auf ihrer Seite vorbei schauen:


Zuerst einmal auch Dir ein großes Dankeschön das Du Dir die Zeit nimmst um meine Fragen zu beantworten.



1. Wann hast Du Deine Liebe zu Büchern entdeckt? Als Kind, Jugendliche, Erwachsene? Und gibt es ein Buch aus dieser Zeit das Dir ganz besonders in Erinnerung geblieben ist?

Ich war schon als Kind eine richtige Leseratte und habe Bücher nur so verschlungen. Ich glaube, das geht vor allem auf Astrid Lindgren zurück. Ihre Geschichten haben mich begeistert, mein Lieblingsbuch war „Wir Kinder aus Bullerbü“. Es war meiner Mutter immer ein Rätsel, warum ich dieses Buch jeden Monat wieder gelesen habe.



2. Was hast Du getan, nachdem Du Deine Zusage für Deine 1.Veröffentlichung bekommen hast? Wie verlief der restliche Tag? Hast Du Dein Telefonbuch rauf und runter abtelefoniert? Gefeiert?

Ich glaube, ich befand mich zunächst mal in so einer Art Schockstarre. Und dann war ich von diesem

Glück so dermaßen inspiriert, dass ich mich an den Schreibtisch gesetzt und meinen zweiten Roman

angefangen habe. An dem Tag habe ich sicher zwanzig Seiten zu Papier gebracht, normalerweise

schaffe ich grade mal fünf. Also – ich war in höchstem Maße beflügelt!



3. Wenn Du eine neue Geschichte beginnst zu schreiben, hast Du Sie dann schon von Anfang bis Ende im Kopf? Oder entwickelt es sich erst beim Schreiben und Du kennst das Ende selbst noch nicht?

Das hat sich im Laufe der Zeit etwas verändert. Meine ersten beiden Romane „Schöner lügen“ und „Er liebt mich...“ habe ich komplett aus dem Bauch heraus geschrieben. Einfach angefangen und mich von den Figuren durch die Geschichte führen lassen. Mittlerweile ist das schon

aus praktischen Gründen ein bisschen anders, denn der Verlag möchte ja zumindest gerne eine Ahnung

davon haben, was ich so als Nächstes zu verzapfen gedenke. Deshalb plotte ich die Geschichte von

Anfang bis Ende und schreibe ein Exposé. Das ist für den Spannungsbogen und die Struktur auf

jeden Fall sehr hilfreich. Für die Fantasie bleibt trotzdem noch genug Raum und es ist immer

aufregend, zu beobachten, was so alles an ungeplanten Dingen in der Geschichte passiert.



4. Zu Zeiten von Ebook-Readern und dem digitalen Lesen, an welchem Buch hängt Dein Herz (weshalb es wohl für immer in gedruckter Ausgabe in Deinem Bücherregal stehen wird)?

Zunächst mal die Harry-Potter-Reihe, die ich beinahe genau so oft gelesen habe wie „Wir Kinder aus Bullerbü“. Außerdem habe ich die Louisiana-Trilogie von Gwen Bristow im Schrank, die ich sehr liebe. Das Buch ist richtig alt und zerlesen, das ist schon toll. Einem E-Book sieht man eben die Stunden nicht an, die man mit ihm auf dem Sofa verbracht hat. Dennoch habe ich auch einen Ebook-Reader und lese manche Bücher in der digitalen Version. Aber eben nicht alle. Meine Lieblingsautoren hole ich mir definitiv in Papierform.



5. Dein Lesehighlight 2012?

Die Tribute von Panem



6. Wo schreibst Du am Liebsten? Im Arbeitszimmer, Garten,….

Ich schreibe in meinem Arbeitszimmer am Schreibtisch. Er steht direkt vor dem Fenster und ich schaue in einen traumhaften Hinterhof, bei dessen Anblick ich mich wie nach Paris versetzt fühle. Ein idealer Platz zum Schreiben.



7. Wie stehst Du zu Buchverfilmungen? Erst Buch oder erst Film? Und wenn Du zuerst den Film gesehen hast, liest Du danach trotzdem noch das Buch?

Ich versuche immer zuerst das Buch zu lesen. Harry Potter ist da so ein Beispiel: Die Filme sind meiner Meinung nach sehr gut, aber die Bücher sind großartig!



8. Auf welche Buchveröffentlichung freust Du Dich 2013?

„Das Gebot der Rache“. Eigentlich bin ich gar kein besonders großer Thriller-Fan, aber John Niven ist so großartig, dass ich alles von ihm lesen würde. Aber ich freu mich auch auf „Cocktail für drei“ von Sophie Kinsella und noch viele andere Bücher, die mir im Moment natürlich gerade nicht einfallen.



9. Schreibst Du gezielt zu festen Zeiten oder einfach nur spontan wenn Dir danach ist?

Ich schreibe relativ diszipliniert , normalerweise von elf bis sechzehn Uhr. Manchmal verschiebt sich das aber auch, wenn ich Termine habe und wenn ich mal einen Tag komplett uninspiriert bin, dann zwinge ich mich nicht, sondern setze mich mit einem guten Buch ins Café und genieße es, freiberufliche Autorin zu sein.



10. Welches Buch liest Du aktuell?

 „Kein Kuss unter dieser Nummer“ von Sophie Kinsella.


Vielen lieben Dank für die tollen Antworten!!!


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