Samstag, 9. Februar 2013

10 Fragen an... Laura Sommer / Deborah C.Winter


 Die 1984 geborene Autorin schreibt unter den Pseudonymen 
Laura Sommer (Chick Lit Frauenromane und Kinderbücher) und
 Deborah C.Winter (Fantasyromane).
Außerdem arbeitet sie noch als Illustratorin, und hat im Zuge dessen z.B. für die Bravo gearbeitet.

Bei Facebook hat sie eine Fanpage auf der es allerlei Neuigkeiten zu ihren Büchern gibt:

Außerdem lohnt sich ein Besuch auf ihrem Blog, auf dem wunderschönen Zeichnungen zu sehen sind:


Zuerst einmal ein großes Dankeschön das Du Dir die Zeit nimmst um meine Fragen zu beantworten.

Ich sitze geduldig hier und bin gespannt, was du dir ausgedacht hast.


Dann starten wir doch gleich mal….


1. Wann hast Du Deine Liebe zu Büchern entdeckt? Als Kind, Jugendliche, Erwachsene? Und gibt es ein Buch aus dieser Zeit das Dir ganz besonders in Erinnerung geblieben ist? 
Ja, da fängt es schon an. Ich lese ja gar keine Bücher. BÄM!
Als Kind habe ich das ein oder andere Pferdebuch gelesen, Hanni und Nanni, oder Freundschaftsgeschichten, aber irgendwann wollte ich meine eigenen schreiben. 
Damals (für die Jüngeren: 1995 also eeewig her!) noch per Hand in die Schulhefte und später (etwa 1998) auf der Schreibmaschine. 
Meine erste eigene Geschichte handelte von einem Klassenausflug, wo sich unser Lehrer daran machte, einen Schüler nach dem anderen umzubringen. 
Nur drei Mädels (Zwei Schulfreundinnen und ich) blieben übrig und sperrten den bösen Geist nach „Ghostbustersmanier“ in einen alten Röhrenfernseher ein. War der Knaller, als das in der 5. Klasse vorgelesen wurde. Während der Jahrtausendwende habe ich vorerst mit dem Schreiben aufgehört und viel gezeichnet. Hier und da habe ich was bei Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht, Geschichten entworfen für Verlage und Firmen. Aber im kleinen Rahmen. Erst 2008 ging es dann so richtig los, sodass es kein Halten mehr gab.
Die einzigen Bücher die ich wirklich verschlinge, sind die von Hawking. Ja, der Hawking Ich liebe seine Bücher. Astrophysik ist unglaublich spannend. Ein ganz toller Mann.


2. Was hast Du getan, nachdem Du Deine Zusage für Deine 1.Veröffentlichung bekommen hast? Wie verlief der restliche Tag? Hast Du Dein Telefonbuch rauf und runter abtelefoniert? Gefeiert? 
Also die Allererste Veröffentlichung … da war ich 11. 
Das war für unser Lokalblättchen (Ich weiß gar nicht, was die für eine Auflage hatten damals, ich schätze mal 20-30T). 
Da durfte ich ein paar Karikaturen zeichnen und Weihnachtsdekorationen (Engel, Tannen) und kleine Geschichten schreiben. 
Allerdings lief das natürlich über meine Erziehungsberechtigte
Dann kamen kleinere Sachen dazu, aber so als Kind habe ich das nicht so richtig ernst genommen. 
Damals gab es ja auch noch nicht für jeden Internet, da hörte die Welt quasi an der Stadtgrenze für mich auf.
Als die ersten Zusagen kamen bin ich total ausgeflippt und habe die ganze Nachbarschaft zusammengebrüllt. 
Das war halt ein Erfolg, den man sich selbst erarbeitet hat. 
Mitlerweile freue ich mich zwar auch, kenne aber die viele Abeit die dahinter steckt, also hält sich das brüllen (auch auf Rücksichtnahme meiner Nachbarn ) in Grenzen.


3. Wenn Du eine neue Geschichte beginnst zu schreiben, hast Du Sie dann schon von Anfang bis Ende im Kopf? Oder entwickelt es sich erst beim Schreiben und Du kennst das Ende selbst noch nicht? 
Das ist sooo unterschiedlich! 
Bei Cold Belt z.B. hatte ich eine Szene im Kopf, wie ein Mädchen in ihrem Zimmer steht und Kisten ausräumt. 
Dabei fühlt sie sich beobachtet. Sie schaut aus dem Fenster und sieht auf das Nachbarhaus, wo sie einen jungen Mann gesehen hat.
Darum wurde dann die Geschichte gesponnen.

Momentan plane ich nebenher noch eine Geschichte, das ist total verrückt, wie die sich gerade zusammenfügt.

Als hier der Schnee sehr hochlag, fand ich Fußspuren, jedoch fingen die plötzlich an, mitten auf dem Gehweg. Das fand ich total unheimlich und als ich aufsah, sah ich einen schwarzen Schäferhund der mich anstarrte und dann über das Feld flitzte in den Wald hinein … 
Das fand ich so unheimlich, dass ich das aufschrieb. Wochen später träumte ich etwas. 
Ein Mädchen versteckte sich mit einer Frau und zwei kleinen Kindern in einem Haus, weil die Wölfe kamen. Ich kann mich noch an jede Bewegung sehr gut erinnern, da meine Träume sehr realistisch sind. Das fand ich so eindrucksvoll (Was genau in dem Traum passiert ist, werde ich wohl zu 90% übernehmen), dass sie gleich mit in die Geschichte einfließt.

Aber hier steht das Ende noch nicht, da muss ich noch drüber nachdenken

Bei anderen Geschichten starte ich mit dem Ende und überlege dann quasi Rückwerts, warum das so passiert sein könnte.
Aber Meistens ist es eine Szene die ich im Kopf habe, durch ein Lied, oder einen Traum und daraus nach und nach eine Geschichte stricke.
Ja … ich verbrauche viel viel Wolle (Großes SORRY an alle nackten Schafe da draussen!!!)


4. Zu Zeiten von Ebook-Readern und dem digitalen Lesen, an welchem Buch hängt Dein Herz (weshalb es wohl für immer in gedruckter Ausgabe in Deinem Bücherregal stehen wird)?  
Alle Bücher von Hawking Er hat mit seiner Tochter auch ein bebildertes Buch herausgebracht, dass ist auch wunderschön geworden.

5. Dein Lesehighlight 2012? 
Ähm ja … haha Ich habe schon mitbekommen, dass ich wohl die Einzige Autorin bin, die nicht gerne liest. Ich habe einfach die Befürchtung, ich würde dann aus versehen abschreiben, oder den Schreibstil übernehmen. 
Platzhalter und so … +zwinker+ Das muss nicht sein und das möchte ich auch nicht aus versehen machen. 
Ich warte meistens auf DVD veröffentlichungen. Aber auch da bin ich vorsichtig.
Wenn ich gerade an einer Liebesszene schreibe, oder einem Buch mit dem Thema (Pralinenherz z.B.) versuche ich keine Liebesfilme zu sehen, sonst lasse ich mich zu leicht beeinflussen


6. Wo schreibst Du am Liebsten? Im Arbeitszimmer, Garten,…. 
Meine ganze Wohnung ist ein großes Arbeitszimmer ^^
Ich habe aber einen Raum, wo der Fernseher läuft. 
Der steht schräg rechts von mir, sodass ich ihn ganz sehen kann, aber auch meinen PC Bildschirm. 
Der läuft aber nur und zwar den ganzen Tag. Ich brauche diese Ablenkung, auch wenn ich nur hinhöre. Wenn es still ist, oder Musik läuft kann ich mich nicht konzentrieren. 
Am besten kann ich bei den Nachmittags Trash-Shows schreiben, wenn sich alle anschreien. Das bringt mein Blut zum Kochen


7. Wie stehst Du zu Buchverfilmungen? Erst Buch oder erst Film? Und wenn Du zuerst den Film gesehen hast, liest Du danach trotzdem noch das Buch? 
Hat sich bei mir ja auch erledigt XD
Ich habe allerdings vor … 1 Jahr? angefangen mein erstes Buch zu lesen … also ein richtiges Buch. „Cassia und Ky“. Allerdings habe ich es nur bis Seite 171 geschafft, danach habe ich es zugeklappt und weggestellt. 
Ich fand es bis dahin richtig richtig toll, aber als ich hörte, dass sie es verfilmen, wollte ich mir die Spannung irgendwie nicht nehmen … 
Ich bin was das angeht, eine ganz schlechte Leserin. Das Buch ist toll, die Figuren auch und mir brennt es unter den Nägeln. 
Aber ich habe auch einfach zuviel zu tun. 
Wenn ein Film läuft, kann ich nebenher arbeiten, wenn ich ein Buch lese, geht das nicht.


8. Auf welche Buchveröffentlichung freust Du Dich 2013? 
Ich lass mich mal überraschen

9. Schreibst Du gezielt zu festen Zeiten oder einfach nur spontan wenn Dir danach ist? 
Wenn ich dafür Zeit habe Mein richtiger Job geht natürlich vor. 
Ich bin Selbstständig und mache so ziemlich alles im Kreativen bereich. 
Ich schreibe Geschichten für Kinder und Illustriere die Bücher selbst, oder bekomme den Text vorgegeben und Illustriere die Seiten. 
Oder ich entwerfe Figuren, die dann später jeder auf seinem Schulranzen oder Federmäppchen hat, oder im Fernsehen sieht Ich zeichne Comics, entwerfe auch dafür die Geschichten und Figuren, oder arbeite nach Vorgabe. 
Malbücher, Trickfiguren und und und. 
Nebenher läuft mein kleiner Verlag, wo meine Bücher rauskommen. 
Aber das muss hinten anstehen, da meine Auftraggeber einfach vorgehen


10. Welches Buch liest Du aktuell? 
Aktuell lese ich mein eigenes → Cold Belt teil 1, um mich für den 2 Teil vorzubereiten. Ich schreibe mir noch einmal das wichtigste heraus, lege die Kritikliste (von fleissigen Lesern und Bloggern) daneben und plane alles für den 2 Teil, damit der gut wird.

Es tut mir leid, dass ich nicht lese.
Sonst wäre das sicher etwas spannender ausgefallen.

Ich fand die Antworten mehr als spannend und interessant, vielen lieben Dank :-)


1 Kommentar:

  1. Eine Autorin die keine Bücher liest X-D Echt witzig....aber gibts sicher häufiger^^

    Aber dein Grund dafür, kann ich schon ein wenig verstehen :-) Schönes Interview.

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