Samstag, 11. Mai 2013

10 Fragen an... Heike Abidi


Die 1965 geborene Autorin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Kaiserslautern.
Ihr Traum die jüngste Autorin der Welt zu werden ging leider nicht in Erfüllung.
Aber die vielen tollen Lesestunden die ihre Leser dank ihr haben sind hoffentlich ein kleiner Trost ;-)
Ich freu mich das auch sie mir meine Fragen beantwortet hat, obwohl wir das in ein paar Wochen auch persönlich hätten erledigen können.
Einige wissen vielleicht schon das ich eine Wohnzimmer-Lesung mit Heike Abidi gewonnen habe, und darauf freu ich mich schon so total!!! Näheres dazu gibt es auch schon bald zu lesen.


Frage 1: Wann hast Du Deine Liebe zu Büchern entdeckt? Als Kind, Jugendliche, Erwachsene? Und gibt es ein Buch aus dieser Zeit das Dir ganz besonders in Erinnerung geblieben ist?
Ich glaube, das war gleich nachdem ich in die erste Klasse gekommen war und lesen gelernt hatte. Ich legte direkt mit Serien los. Zuerst die Maxi-Bücher, dann die Bummi-Bücher – beide von Martha Schlinkert. Ich erinnere mich sogar noch an Details, zum Beispiel dass Maxi mit vollem Namen „Maximiliane Kellerhaus“ hieß und dass ihre Eltern beide Glasmaler waren. Das fand ich faszinierend. Später las ich sämtliche Trixie-Belden-Bände, meine ersten Krimis, außerdem sehr viel von Astrid Lindgren und die einschlägigen Mädchenbuchserien, von Hanni und Nanni bis zu Dolly. Am häufigsten aber habe ich ein Buch gelesen, das eher ein Abenteuerroman ist: Der Kurier des Zaren von Jules Verne, das seit der vierteiligen Verfilmung mit Raimund Harmstorf gerade wieder aktuell war. Ich las das Buch immer und immer wieder und fieberte jedes Mal mit dem Helden Michael Strogoff mit, ob er es schafft bis nach Irkutsk oder scheitert … Zum Glück ging das Buch stets gut aus!

Frage 2: Was hast Du getan, nachdem Du Deine Zusage für Deine 1.Veröffentlichung bekommen hast? Wie verlief der restliche Tag? Hast Du Dein Telefonbuch rauf und runter abtelefoniert? Gefeiert?
Rauf und runter nicht, aber den Leuten, die mit mir gemeinsam darauf gehofft hatten, habe ich natürlich sofort Bescheid gegeben. Abends haben wir ein bisschen gefeiert. Tja, und tagsüber? Ich nehme an, ich habe gearbeitet. So genau erinnere ich mich gar nicht. Es ist seltsam mit diesen besonderen Momenten – man fühlt sich wie in einem Film, als ob man neben sich stehen würde. So war es auch, als ich zum ersten Mal ein eigenes Buch in Händen hielt. Ich hatte erwartet, dass ich vor Freude durchdrehe, aber es war eher so, dass ich es kaum fassen konnte.

Frage 3: Wenn Du eine neue Geschichte beginnst zu schreiben, hast Du Sie dann schon von Anfang bis Ende im Kopf? Oder entwickelt es sich erst beim Schreiben und Du kennst das Ende selbst noch nicht?
Bevor ich den ersten Satz schreibe, steht schon der komplette Inhalt. Immer. Anders könnte ich nicht arbeiten. Es gibt auch Autoren, die es anders machen und damit super klarkommen, aber ich bin eher so ein Typ, der lieber gut plant und hinterher weniger ändert.

Frage 4: Zu Zeiten von E-Book-Readern und dem digitalen Lesen, an welchem Buch hängt Dein Herz (weshalb es wohl für immer in gedruckter Ausgabe in Deinem Bücherregal stehen wird)?
An dem Büchlein Als die Knaben noch Röcklein trugen von Elfriede Wagner – das war nämlich meine Oma. In ihrem Buch schilderte sie die Geschichte ihrer Kindheit in den 1920er Jahren. Sie war eine super Erzählerin und musste uns Kindern diese Storys immer und immer wieder erzählen. Eines Tages beschloss sie dann, alles aufzuschreiben, und so entstand ihr Buch. Sie war also die erste Schriftstellerin in unserer Familie. Mein Bruder (Björn Schmidt) war der nächste Autor, er veröffentlichte schon zwei Bücher, bevor ich so weit war. Natürlich stehen auch die in Papierform in meinem Regal!

Frage 5: Dein Lesehighlight 2012?
Oh, schwer zu sagen. Da gab es viele! Vielleicht Er ist wieder da von Timur Vermes, eine brüllend komische und zugleich bitterböse Politsatire.. Aber das ist nur eins aus einer Menge toller Bücher, die ich 2012 gelesen habe.

Frage 6: Wo schreibst Du am liebsten? Im Arbeitszimmer, Garten,….
Wenn ich konzipiere, plotte oder korrigiere, sitze ich immer am Schreitisch. Da brauche ich völlige Ruhe. Beim eigentlichen Schreiben bin ich lieber im Wohnzimmer bei meiner Familie. Gerne darf die Glotze laufen, zum Beispiel Fußball, das bringt mich am besten in einen Schreibflow …

Frage 7: Wie stehst Du zu Buchverfilmungen? Erst Buch oder erst Film? Und wenn Du zuerst den Film gesehen hast, liest Du danach trotzdem noch das Buch?
Es gibt Filme, die habe ich gesehen, ohne zu wissen, dass es eine literarische Vorlage gibt. Vielleicht hätten sie mir weniger gefallen, wenn ich zuerst das Buch gelesen habe? Schwer zu sagen. Oft gefällt einem diejenige Version am besten, die man zuerst kennengelernt hat. Die andere vergleicht man dann damit. Aber eigentlich sind Bücher und Filme nicht wirklich vergleichbar. Sie erzählen Geschichten auf völlig unterschiedliche Weise. Und natürlich gibt es hervorragende Filme, aber auch miese – genau wie es auch hervorragende und miese Bücher gibt.

8. Auf welche Buchveröffentlichung freust Du Dich 2013?
Auf meine eigenen … Im Frühjahr erscheint mein erster Krimi bei Gmeiner, allerdings unter dem Pseudonym Emma Conrad. Ebenfalls im Frühjahr (und auch wieder unter einem Pseudonym) kommt bei Droemer-Knaur ein Unterhaltungsroman raus, den ich gerade zusammen mit Tanja Janz schreibe. Im Herbstprogramm folgen dann die ersten beiden Bände einer Jugendbuchserie bei Loewe, auch wieder ein Gemeinschaftswerk von Tanja und mir. Und außerdem habe ich für Coppenrath ein Weihnachtsbüchlein für Kinder geschrieben, das im Herbst veröffentlicht wird.

9. Schreibst Du gezielt zu festen Zeiten oder einfach nur spontan wenn Dir danach ist?
Beides. Es gibt bestimmte Zeiten, die ich sowieso fürs Schreiben reserviert habe. Wenn ich darüber hinaus noch Zeit habe, nutze ich die natürlich ebenfalls …

10. Welches Buch liest Du aktuell?
Mal wieder ein Krimi: „Herzblut“ von dem Autorenduo Klüpfel/Kobr, bei Droemer-Knaur erschienen. Ein neuer Fall mit dem kauzigen Ermittler Kluftinger. Ich bin mittendrin und kann kaum erwarten, das Ende lesen zu dürfen.

Viele weitere Infos zu Heike Abidi und ihren Büchern findet ihr hier:

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