Sonntag, 22. Juni 2014

Autoren-Interview Bernadette Olderdissen & Buchvorstellung - Grazie, Genova - Zwei Jahre al dente

Heute gibt es gleich zwei Beiträge in einem! Ich stell Euch zum Einen ein Ebook vor, welches in den letzten tagen auf meinen Kindle gewandert ist, und es gibt direkt noch ein Interview mit der Autorin!!!


Geschrieben von Bernadette Olderdissen
Format: Ebook
Länge ca. 363 Seiten
 HIER könnt ihr das Ebook kaufen.


So hatte Ruth sich das nicht vorgestellt! Als sie mit zwei Koffern im Schlepptau nach Italien zieht, träumt sie vom Dolce Vita. Doch um zu bewältigen, was sie dort erwartet, braucht sie vor allem eins: viel Biss.

Alle beneiden Ruth, als ihr Traum plötzlich wahr wird: Sie bekommt eine Stellenzusage in der norditalienischen Stadt Genua und wandert Hals über Kopf nach Italien aus. Doch statt Dolce Vita erwarten sie Genuas stinkende Altstadtgassen, eine Wohnung voller Schimmel und ein Job in einer Art Irrenhaus. Bei den Behörden kommt Ruth nur alla Schnecke voran. Ihre ersten Italienischkenntnisse erwirbt sie dank der ständig fluchenden Nachbarn. Als endlich amore und passione in Ruths Leben einziehen, bekommt sie erste Heimatgefühle, aber Italien hält noch eine Menge Überraschungen und Trubel für sie bereit ...


Bernadette Olderdissen, geboren in der Nähe von Köln, lebt seit 2011 in Toulouse im Süden Frankreichs, zwischen Atlantik und Mittelmeer. Sie arbeitet hauptberuflich als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache für das Goethe-Institut. Daneben schreibt sie Reisereportagen für verschiedene Medien, darunter spiegel online und das Schweizer Globetrotter Magazin. 'Grazie, Genova - Zwei Jahre al dente' ist ihr erster Roman, aber weitere sind bereits in Planung.

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Danke Bernadette zu erst einmal das Du Dir Zeit für unser Interview nimmst!

1. Wann hast Du Deine Liebe zu Büchern entdeckt? Als Kind, Jugendliche, Erwachsene? Und gibt es ein Buch aus dieser Zeit das Dir ganz besonders in Erinnerung geblieben ist?
Bücher habe ich schon als kleines Kind geliebt und bevor ich selbst lesen konnte, musste meine Mutter mir unter anderem jeden Abend aus dem ‚Sandmännchen‘ vorlesen. Mein Lieblingsbuch war allerdings ‚Kiki prahlt immer‘ von Paul Hühnerfeld. Ich konnte gar nicht genug davon bekommen und wollte, dass meine Mutter es mir immer und immer wieder vorlas. Am Ende des Buches fasste das Huhn Kiki den Entschluss, bis ans Ende der Welt zu gehen. Ich glaube immer noch fest, dass mir dieses Buch die erste ‚Reisewanze‘ in den Pelz gesetzt hat, denn zu allen möglichen Enden der Welt zieht es mich nun schon fast ein Leben lang. Und das dank eines Buches J

2. Dein persönliches Lesehighlight 2014?
Ein Buch, das ich dieses Jahr gelesen habe und das mich besonders angesprochen hat ist ‚Das Leben, Zimmer 18 und du‘ von Nancy Salchow. Es ist ein autobiografischer Roman, der um den Umgang mit der Depression geht und um einen Neuanfang. Ich hatte mich mit dem Thema noch nie auseinandergesetzt, aber die Offenheit, mit der die Autorin ihre Erfahrungen schildert und die sprachliche Gewandtheit, mit der sie selbst die düstersten Momente beschreibt, wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben.  
3. Wie stehst Du zu Buchverfilmungen? Erst Buch oder erst Film? Und wenn Du zuerst den Film gesehen hast, liest Du danach trotzdem noch das Buch?
Normalerweise erst das Buch. Die Verfilmung sehe ich mir meistens nur an, wenn mich das Buch wirklich begeistert hat – und dann bin ich auch oft eher enttäuscht, da meiner Meinung nach beim Film viel von den Feinheiten, die das Buch ausmachen, auf der Strecke bleiben. Aber auch, wenn ich zufällig erst den Film sehen würde, würde ich das Buch durchaus noch lesen.
4. Wenn Du eine neue Geschichte beginnst zu schreiben, hast Du Sie dann schon von Anfang bis Ende im Kopf? Oder entwickelt es sich erst beim Schreiben und Du kennst das Ende selbst noch nicht?
Meistens habe ich erst mal eine gewisse Idee im Kopf und schreibe dann alles auf – der Rest entwickelt sich nach und nach von selbst. Also ganz nach dem buddhistischen Motto „der Weg ist das Ziel“ J Oft ergibt sich so auch erst das Ende während des Schreibens. 
5. Wo schreibst Du am Liebsten? Im Arbeitszimmer, Garten,….
Am allerliebsten schreibe ich am Meer, aber leider habe ich dazu nicht sehr oft die Gelegenheit. Also gebe ich mich mit meinem Sofa zufrieden, mit hochgelegten Beinen und dem Laptop auf einem Ikea-Tablett auf dem Schoß. 
6. Schreibst Du gezielt zu festen Zeiten oder einfach nur spontan wenn Dir danach ist?
Ich schreibe am liebsten nachmittags oder spät abends, aber wenn ich zu anderen Tages- oder Nachtzeiten plötzlich das Bedürfnis verspüre zu schreiben, mache ich das auch. Wichtig ist für mich nur, meine Ruhe zu haben, so dass ich am liebsten schreibe, wenn ich allein zu Hause bin und meine beiden Kater schlafen J
7. Wenn ein Roman von Dir veröffentlicht wird, bist Du nervös wegen der ersten Lesermeinungen?
Ein bisschen schon, aber ich habe auch ganz schnell verstanden, dass man es niemals allen recht machen kann und Lesen eine ganz subjektive Sache ist. Es wundert mich unheimlich, was manche Leser in einen Text hineinlesen – oder angeblich herauslesen – was mir beim Schreiben nie in den Sinn gekommen wäre. Natürlich freue ich mich immer über positive Lesermeinungen, finde aber auch die kritischen interessant, solange sie etwas Konstruktives haben und es sich nicht um einfache Schlechtmacherei handelt, wovon es ja leider auch sehr viel gibt.
8. Schreibst Du an mehreren Projekten gleichzeitig, oder eins nach dem anderen?
Normalerweise konzentriere ich mich auf ein Projekt, mache aber durchaus oft Notizen für zukünftige Projekte, wenn mir die Ideen zufliegen. So habe ich schon eine Ahnung, wie und womit es weitergehen könnte, wenn ein Projekt zu Ende geht. 
9. Entwickeln Deine Protagonisten gelegentlich ein Eigenleben, und entwickeln sich in eine völlig andere Richtung, während des Schreibens?
Manchmal kann das durchaus geschehen und dann fühle ich mich wie im richtigen Leben, wo auch keiner so richtig das machen will, was ich mir manchmal vorstelle oder wünsche. Aber es beruhigt mich, dass ich bei meinen Protagonisten früher oder später doch immer wieder eingreifen kann, wenn es zu bunt wird J
10. Wo können Leser mehr von Dir erfahren? Homepage, Blog, Facebook?
Ich habe eine allgemeine Homepage: www.bernadette-olderdissen.com sowie eine Facebook-Fanseite unter dem Namen Bernadette Olderdissen. Außerdem bin ich auf twitter (bolderdi), was ich jedoch eher in Verbindung mit der FB-Seite nutze. 

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Kommentare:

  1. Ich habe mir das Buch deines Tipps wegen auch geholt. Ich muß sagen ich bin (vor allem jetzt nach dem Interview und der Buchvorstellung) sehr gespannt auf das Buch. Ich mag Italien sehr und ich glaube dass eine doch hektisch chaotische Geschichte wie ich mir diese vorstelle gut dazu passt.

    LG
    Sabrina

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    1. Ja die Geschichte hört sich richtig gut an!
      Viel Spaß beim Lesen liebe Sabrina!!!
      LG Silke

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    2. Danke ;) Derzeit noch einiges an Rezensionen abzuarbeiten aber Frau hat ja Urlaub ;)

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