Montag, 8. September 2014

Interview und Videolesung mit Lena Hooge (Andrea Hackenberg)

Heute habe ich zwei ganz besondere Leckerbissen für Euch!!!

Ein Interview mit Lena Hooge (Andrea Hackenberg).
Und die Autorin liest auch direkt noch aus ihrem neuen Roman  vor!
Wer mehr über "Bauchgefühle" erfahren möchte, 
kann sich HIER meine Rezension dazu durchlesen.



1. Wann hast Du Deine Liebe zu Büchern entdeckt? Als Kind, Jugendliche, Erwachsene? Und gibt es ein Buch aus dieser Zeit das Dir ganz besonders in Erinnerung geblieben ist?
Ehrlich gesagt habe ich mich am Anfang mit dem Lesen schwer getan und war zunächst auch nicht sehr scharf auf Bücher. Das änderte sich erst mit einem Mädchenroman, den heute kaum noch jemand kennt: „Putzis lustige Streiche“ von Hildegard Diessel. Darin geht es um einen kleinen, rothaarigen Fratz, der in eine Menge Blödsinn anstellt – Pippi Langstrumpf auf Schwäbisch. Diese sehr einfach, aber packend geschriebenen Geschichten haben mich dann so infiziert, dass ich alle Nachfolgebände haben musste und doch noch zur Leseratte avancierte.
 
2. Dein persönliches Lesehighlight 2014?
Das Jahr ist zwar noch nicht ganz rum, aber zwei Bücher haben mir bislang besonders gut gefallen: „Weit weg und ganz nah“ von Jojo Moyes, weil es ein unkonventioneller Liebesroman ist, der Antihelden zu Helden macht. Und der Roman „Die Buchwanderer“ meiner lieben Kollegin Britta Röder, die in unaufgeregter, präziser Sprache eine wunderbare Liebeserklärung an das Lesen verfasst hat.
3. Wie stehst Du zu Buchverfilmungen? Erst Buch oder erst Film? Und wenn Du zuerst den Film gesehen hast, liest Du danach trotzdem noch das Buch?
Kommt ein bisschen darauf an – die Literaturverfilmungen fallen ja extrem unterschiedlich aus. Beispielsweise habe ich den Film zu „Das Geisterhaus“ nach der Lektüre des Buches gelesen und war eher enttäuscht. Bei „Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück“ kam erst der Film, dann das Buch – und beides war ein Genuss für alle Sinne. Grundsätzlich stehe ich Filmen zu Büchern, die ich gelesen habe, sehr offen gegenüber. In letzter Zeit liefen ja auch einige im Fernsehen – angefangen bei Kerstin Giers „Müttermafia“ bis hin zu „Jesus liebt mich“ von David Safier. Leider konnte ich keinen davon anschauen, weil meine sieben Monate alte Tochter mir im Moment keine Zeit dazu lässt. Aber ich hoffe auf Wiederholungen…
4. Wenn Du eine neue Geschichte beginnst zu schreiben, hast Du Sie dann schon von Anfang bis Ende im Kopf? Oder entwickelt es sich erst beim Schreiben und Du kennst das Ende selbst noch nicht?
Ich bin eine Erstsatz-Fetischistin, das heißt: Bevor der erste Satz der Geschichte nicht steht, geht gar nichts. Das Ende kenne ich in der Regel auch schon, aber was dazwischen passiert, ist zunächst eher vage. Die ersten 100 Seiten sind immer die schlimmsten, danach lasse ich die Dinge laufen, ohne mich einzuschränken. Im letzten Drittel zieht das Tempo dann an und ich bin jedes Mal selbst überrascht, über welche Umwege ich das Happy End erreiche.
5. Wo schreibst Du am Liebsten? Im Arbeitszimmer, Garten,….
Ganz klar – im Arbeitszimmer. Allein. Bei geschlossener Tür, ohne Musik. Ich schreibe auf einem etwas älteren Laptop, der nicht mehr internettauglich ist, um mich nicht durchs Surfen abzulenken. Klingt jetzt vielleicht ein bisschen freudlos, aber anders krieg ich’s nicht hin.
6. Schreibst Du gezielt zu festen Zeiten oder einfach nur spontan wenn Dir danach ist?
Früher habe ich relativ entspannt und bei freier Zeiteinteilung an den Wochenenden und im Urlaub geschrieben, neben meinem Job als Redakteurin für ein Fachmagazin. Seit meine Tochter auf der Welt ist, muss ich meine Schreibzeiten besser planen. Im Moment findet das nachts statt und hat außer zu Augenringen noch nicht zu messbaren Ergebnissen geführt.
7. Wenn ein Roman von Dir veröffentlicht wird, bist Du nervös wegen der ersten Lesermeinungen?
Ich suche immer noch nach einem talentierten Hacker, der sämtliche Negativ-Rezensionen auf Zuruf aus dem Netz entfernt. Aber nervös? Ich? Nicht doch.  
8. Schreibst Du an mehreren Projekten gleichzeitig, oder eins nach dem anderen?
Immer schön der Reihe nach. Für alles andere sind meine Nerven einfach zu schwach.
9. Entwickeln Deine Protagonisten gelegentlich ein Eigenleben, und entwickeln sich in eine völlig andere Richtung, während des Schreibens?
Ja, das tun sie – besonders, wenn ich Dialoge schreibe. Da wundere ich mich oft, was die jeweiligen Figuren so von sich geben. Bisschen spooky, das Ganze – und gleichzeitig auch das Schönste am Autorendasein.
10. Wo können Leser mehr von Dir erfahren? Homepage, Blog, Facebook?

*** Vielen lieben Dank liebe Lena / Andrea ***


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