Mittwoch, 11. März 2015

Rezension - Das Herz von Libertalia

 
Gebundene Ausgabe: 461 Seiten
Verlag: Beltz & Gelberg
Erscheinungstermin: 2. Februar 2015
ISBN-13: 978-3407811875
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
 
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Ein fulminanter historischer Roman – von der Sehnsucht nach grenzenloser Freiheit.
Wortgewaltig, lebendig, unwiderstehlich. Irland, um 1700:
Anne Bonny kommt als uneheliches Kind zur Welt und wird von ihrem Vater als Junge aufgezogen. Die Männerkleider verschaffen ihr Vorteile, aber Anne will sie selbst sein.
Als junge Frau gilt sie als die »verlockendste und herausforderndste Schöne« von ganz Charles Town. Doch »irgendeinen dieser gelackten Affen heiraten«? Nie im Leben!
Zu groß ist Annes Hunger nach Freiheit, zu stark ihr Traum vom wilden Leben im sagenhaften Piratenreich »Libertalia«. Annes Herz entflammt für den Piratenkapitän James Bonny – sie brennt mit ihm durch und geht auf wüste Kaperfahrt durch die Karibik ...
 
 
Aufmerksam auf diesen Roman wurde ich wegen des auffallenden Covers.
Ein Buch ganz in matt-schwarz, die Schrift glänzend, und ein goldenes Piratenschiff!
Optisch ist es also auf jedem schon mal ein Highlight!

 
Piratengeschichten kennt man meist ja eher für Jungs und Männer, doch hier spielt eine Frau die Hauptrolle. Anna wuchs eher als Junge auf, und hat nun natürlich Schwierigkeiten als junge Dame aufzutreten. Und verheiraten lässt sie sich schon garnicht! Lieber flieht sie, und kämpft für ihre Freiheit.
Als Leser begleitet man Anna über eine lange Zeit, und erlebt ihre Entwicklung vom jungen Mädchen zur selbstbewußten und starken Piratin!
 
Die Idee, eine Frau auf einem Piratenschiff, die dazu auch noch ernst genommen wird, ist natürlich selten. Doch die Autorin überzeugt und läßt Anna über sich hinaus wachsen.
Feminismus ist nur eins der vielen Themen, die in diesem Buch angesprochen werden.
Eigentlich ist es kaum zu glauben, daß Anna Kuschnarowa  so vieles unter einen Hut bekam.
Auch eine Menge an Protagonisten kommen vor, und spielen eine wichtige Rolle.
Zu Beginn hatte ich den Verdacht, es ist vielleicht zu viel auf einmal. Doch es bleibt übersichtlich und verständlich.
 
"Das Herz von Libertalia" ist ein spannender Abenteuer-Roman der für beide Geschlechter lesenswert ist. Obwohl die Geschichte nicht auf Tatsachen beruht, so kommen einige Personen vor, die es tatsächlich gegeben hat. So etwa finde ich zusätzlich immer sehr interessant, und ich Google im Anschluss immer gerne nach diesen Dingen.
 
"Das Herz von Libertalia" würde ich als Roman bezeichnen, den man im Regal stehen läßt (ich trenne mich oft von Büchern nach dem Lesen) und sicher immer wieder mal lesen wird.
Immer dann, wenn einem nach Abenteuer, Piraten, und Spannung ist.
 
 
Gerade weil ich sonst oft Romane lese, die in der Zukunft spielen,
war dieser hier eine willkommene Abwechslung!
Meine Bewertung: 4 von 5 Sterne!!!
 
 
Anna Kuschnarowa studierte Ägyptologie, Germanistik und Prähistorische Archäologie in Leipzig, Halle/Saale und Bremen und unterrichtete zehn Jahre an mehreren deutschen Hochschulen. Ihr wissenschaftliches Interesse gilt gender-Themen. Sie arbeitet als freie Autorin und Fotografin und gründete 2011 die Seschat Fernschule für Ägyptologie. In ihrer Freizeit reist sie so weit weg wie möglich und so oft sie kann. Bei Beltz & Gelberg erschienen ihre Romane "Spielverderber", "Schattensommer", "Junkgirl","Kinshasa Dreams" und "Djihad Paradise".
 

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