Freitag, 15. Mai 2015

Rezension - Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

  
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: cbj 
Erscheinungstermin: 27. April 2015
ISBN-13: 978-3570159989
  
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Ein Häppchen Wahrheit gefällig? Oder darf's doch ein bisschen mehr sein?
Das Leben ist nichts für Feiglinge...

… denken sich die drei Freunde Dusk, Neil und Normandy, zu Beginn des 11. Schuljahres und starten ein gewagtes Experiment: Einmal jede Woche wird abwechselnd einer der drei einem Menschen aus ihrer Schule eine Frage stellen, die bisher keiner auszusprechen wagte, obwohl alle nach der Antwort lechzen.

Hasst die ewig grantige Sekretärin wirklich alle Schüler, ist der schöne Tyler jetzt schwul oder nicht, nimmt der Freak aus der 12. Drogen und hat die Coole aus dem Langlaufteam mit einem ihrer beiden Teamkollegen was oder gar mit beiden? Was die drei besten Freunde allerdings damit lostreten, hätten sie nie geahnt. Ein kluges Buch über Freundschaft, Liebe und die Frage, was wir mit uns und unserem Leben anfangen und, was das eigentlich alles zu bedeuten hat.


Normandy und ihre Freunde Dusk und Neil sind Schüler einer Kunstschule, und haben sich ein neues Projekt in den Kopf gesetzt: Jede Woche wird einer von ihnen jemanden auf ein unausgesprochenes Geheimnis ansprechen. Ob die Betroffenen dann mit der Wahrheit herausrücken werden?
Während ihres Experiments wird den dreien aber auch eines bewußt:
Die größten Wahrheiten gibt es vielleicht in der eigenen Familie....


Das Cover, der Titel, und der Klappentext haben mich sofort auf dieses Buch neugierig gemacht.
Allerdings fing ich schon nach wenigen Seiten an zu zweifeln, weil der Titel so nicht wirklich zum Buch passt.
Deshalb erzähle ich Euch heute meine eigene Sicht ;-)
Die drei erzählen nicht selbst Wahrheiten, sondern konfrontieren eher andere mit Geheimnissen, Vermutungen, und ihren Ansichten, und erhoffen sich davon ehrliche Antworten. Tatsächlich sehen sie die Menschen in ihrem Umfeld danach von einer ganz anderen Seite, und erkennen, das jede Wahrheit auch ein Stückchen weit Auslegungssache ist.
Dieses Experiment ist allerdings meiner Meinung nach nur der Start in die Geschichte, auf den meiner Meinung nach wichtigeren Teil, gehe ich später noch ein.
Die Protagonisten konnte ich nicht wirklich verstehen, sie "rauchen" Schokoladenzigaretten, und tragen jahrelang nur ein paar Schhe (die schon fast an den Füssen anwachsen). Man nennt Künstler ja gerne merkwürdig, doch dieses Verhaltensweisen konnte ich nur schwer nachvollziehen.
Auch Normandys Familie ist einfach schrecklich: Die Schwester, eine erfolgreiche Jung-Autorin die auf Kosten Anderer Karriere macht. Und Eltern, die alles erdulden, bis zur Selbstaufgabe. Es darf zum Beispiel kein Föhn benutzt werden, um sie ja nicht beim Schreiben zu stören. Das alles kam mir doch schon sehr merkwürdig vor.
Auch der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig! Normandy erzählt ihre Geschichte in Form eines Essay, mit so vielen langen Fusszeilen... auch wenn es im Vorwort extra angesprochen wurde, nach wenigen Seiten habe ich die Fusszeilen übersprungen, weil sie mich beim Lesen einfach nur gestört haben.

Nachdem ich nun so viel negatives aufgezählt habe, könnte man meinen ich fand das Buch nicht gut. Naja, den Großteil über war es auch so, und ich war dauernd am Überlegen wohin mich dieses Buch führen möchte.
Erst im letzten Drittel änderte sich dann etwas! Als Normandys eigene Wahrheiten ans Licht kamen. Natürlich werde ich hier nicht spoilern, aber ich kann Euch sagen: Ich war überrascht darüber was passierte! Das Ende ist meiner Meinung nach dann ein glaubhafter Abschluss, was zum verwirrenden Anfang so garnicht gepasst hat.


Wenigstens zum Ende hin noch lesenswert.
Meine Bewertung: 
 3 von 5 Sterne!!!


Susan Juby begann bereits als Kind zu schreiben. Nach ihrem Literaturstudium arbeitete sie zunächst in einem Verlag, begann aber auch schon ihre eigenen Bücher zu veröffentlichen. Ihre erste Jugendbuch-Trilogie wurde erfolgreich fürs Fernsehen adaptiert. Susan lebt und arbeitet in Kanada.

1 Kommentar:

  1. Huhu liebe Silke! ♥

    Wirklich eine sehr schöne Rezension (: Schade das dich das Buch nicht 100%ig überzeugen konnte. Es klingt nämlich sehr vielversprechend. Wenigstens konnte es am Schluss noch einmal herumreißen und dich gut unterhalten ^.^

    Alles Liebe,
    Jasi ♥

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