Donnerstag, 14. Mai 2015

Rezension - Vielleicht mag ich Dich morgen

 

Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Knaur TB 
Erscheinungstermin: 4. Mai 2015
ISBN-13: 978-3426516478
   
HIER geht es zur Verlagsseite.
   

Wiedersehen macht nicht immer Freude. Schon gar nicht Anna, die nach 16 Jahren beim Klassentreffen mit genau jenem Typen konfrontiert wird, der ihr damals den Schulalltag zur Hölle machte. Damals, als sie noch die ängstliche, pummelige und so gern gehänselte Aureliana war. Wie wenig sie heute als schöne und begehrenswerte Frau mit dem Mädchen von einst gemein hat, wird klar, als James sie nicht erkennt. Er ist fasziniert von der schönen Unbekannten. Anna kann es kaum glauben und wittert ihre Chance: Endlich kann sie ihm alles heimzahlen. Beide ahnen nicht, wie sehr sie das Leben des anderen noch verändern werden. Nicht heute. Aber vielleicht morgen.



Anna ist eine junge und hübsche Frau. Doch früher war sie dick und die Außenseiterin der Schule. Jetzt nach 16 Jahren steht ein Klassentreffen an, und nur mit viel Wiederwillen geht sie dort hin. Dochstatts selbstbewußt mit der Situation umzugehen, verschwindet sie, nachdem genau der Typ vor ihr steht, der ihr das Schülerleben zur Hölle gemacht hat.

Anna ist eine symphatische Protagonistin, mit Selbstzweifeln, die viele kennen. Auch wenn sich ihr Leben geändert hat, so beschäftigt sie die Vergangenheit immer wieder. Auf diesem Klassentreffen trifft sie dann ihren früheren Schwarm, der sie vor der ganzen Schule bloß gestellt hat. Durch Zufall treffen sie sich wenige Zeit später wieder, und fangen, trotz einiger Startschwierigkeiten, an sich zu mögen.

Ja es ist vieles vorhersehbar: Das Wiedersehen bei dem Klassentreffen, oder auch das sich zwei Menschen nicht mögen, aber dennoch näher kommen.
Wr also die großen Überraschungen oder Highlights erwartet, ist hier sicher fehl am Platz. Doch der unterhaltsame Schreibstil gleicht einiges wieder aus. Mir gefällt es, wie die Autorin solch ein sensibles Thema in einer kurzweiligen Lovestory verarbeitet hat. Mobbing passiert jeden Tag, an den verschiedenen Orten, und die Opfer leiden meistens ihr Leben lang. Die Täter sind aber nicht immer bösartige Menschen. Manchmal sind es einfach "nur" gedankenlose und dahergesagte Worte, und diejenigen, die sie aussprechen wissen garnicht was sie damit anrichtet. Trotz dieser Ernsthaftigkeit ist es kein dramatischer Roman, der Tränen verursacht. Diese Kombination aus Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit ist gut gelungen.

Ich hatte den Roman innerhalb eines Tages durch, und kann ihn jedem empfehlen, der gerne Frauenromane und Chicklit liest.

Das Cover ist leider kein Eyecatcher, und ich wurde nur dank des Klappentextes auf das Buch aufmerksam. Ansonsten wäre es wohl leider an mir vorbei gegangen.


Einige vergnügliche Lesestunden sind garantiert.
Meine Bewertung: Gute 3 von 5 Sterne!!!

   
Mhairi McFarlane wurde 1976 in Schottland geboren. Ihre geographischen Lebensdaten in Kurzform lauten Falkirk – Afrika – Milton Keynes – Nottingham und entsprechen in etwa dem Weg, den ein Designerkleidungsstück zurücklegt, bevor es in einem Laden zur Ruhe kommt. Mhairis Ruhepol ist in Nottingham, wo sie mit einem Mann und einer Katze lebt. Ihr erster Roman "Wir in drei Worten" eroberte sofort die Bestsellerlisten, darauf folgte "Vielleicht mag ich dich morgen". 
 

1 Kommentar:

  1. Hallo und guten Tag,

    ja an Klassentreffen habe ich auch so meine Erinnerung....

    LG..Karin...

    AntwortenLöschen