Dienstag, 30. Juni 2015

Rezension - #skandal


 Geschrieben von Sarah Ockler
Übersetzt von Katrin Weingran
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: cbt 
Erscheinungstermin: 25. Mai 2015
ISBN-13: 978-3570162989
HIER geht es zur Verlagsseite.
   

Heimlich #knutschen? Lieber ohne Facebook!

Die perfekte Mischung für einen handfesten Party-Skandal? Das wären: nackte Jungs mit Elfenflügeln und … verbotene Küsse! Als Lucy einwilligt, anstelle ihrer BFF zum Abschlussball zu gehen, ahnt sie bereits, wie anstrengend das wird. Immerhin muss sie mit Cole dorthin gehen, Ellies Freund und ihr geheimer Schwarm seit ... ungefähr schon immer. Und dann passiert es: Lucy und Cole küssen sich! Doch bevor Lucy mit Ellie sprechen kann, tauchen die brisanten Beweisfotos auf ihrer Facebook-Chronik auf und ein Shitstorm sondergleichen bricht über sie herein. Wer steckt hinter dieser fiesen Intrige und wie kommt Lucy je wieder aus diesem Schlamassel heraus?



Lucy geht nur ihrer kranken Freundin Ellie zuliebe mit deren Freund zum Schulball.
Ohne zu ahnen welches Chaos nach einem Kuss ausbrechen wird.
Ihr Handy wird gestohlen, und der Dieb findet Gefallen daran in Lucys Namen und über deren Online-Profil alle Peinlichkeiten des Abends öffetlich zu posten.
Schnell wird Lucy zum meistgehassten Mädchen der Schule, und sie weiß nicht gegen wen oder was sie sich zuerst zur Wehr setzten soll.


Bei dem Cover kann man schon direkt erahnen worum es geht. Hashtag und Markierungen, es handelt sich wohl um einen "Skandal" im Internet. Der Kuss zwischen Lucy und Cole ist der Auslöser für all die folgenden Probleme, und ich finde das Cover passt somit einfach perfekt zum Roman!

Lucy ist ein normaler Teenager, aber so ganz und garnicht tussi-like, sondern eher der Kumpeltyp, der gerne Zeit am PC mit Ballerspielen verbringt. Nur ihrer Freundin Ellie zuliebe geht sie zum Schulball, ohne den wahren Grund für deren Absage zu wissen. Cole ist zwar offiziell Ellies Freund, doch auch da gibt es ein Geheimnis, welches schnell offen gelegt wird.

Lucys Schwester ist ein berühmter Fernsehstar, kauft mal so ganz nebenbei ein Ipads und Iphones,
die Schuldirektorin muss ich mit FB-Posts ihrer Mutter rumärgern,....
auf viele verschiedene Arten wird man hier daran erinnert, wie abhängig die Menschen mittlerweile vom Internet und dem öffentlichen Zurschaustellen sind. Die Autorin hat diese doch wichtigen Kleinigkeiten wohl dosiert mit in ihre Geschichte einfliessen lassen.

Zu Beginn ruft eine unbekannte Person im Internet auf, die Skandale der Schüler öffentlich zu posten, und des erinnerte mich ein wenig an Gossip Girl. Dort hat ja auch eine Stimme aus dem Hintergrund alle möglichen Geheimnisse aufgedeckt. Der größte Skandal wird von Lucy verursacht, beziehungsweise jeder nimmt an das es Lucy war.
Doch wieso sollte ausgerechnet sie diese pikanten Fotos ins Internet stellen?
Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit, und bekommt nach und nach von den verschiedensten Leuten Unterstützung. Doch auch die Oberflächlichkeit wenn es um Cybermobbing geht beschreibt die Autorin, als die Direktorin das Ganze mit einem einfachen Entschuldigungsschreiben von Lucy abtun möchte. Die Wahheit interessiert sie nicht wirklich.

Lucy muss einiges mitmachen, und auch wenn es ein doch sehr ernstes Thema ist, so werden einige Leser sicher die Oberflächlichkeit des Romans bemängeln. Wenn es um Cybermobbing geht, sind die meisten Protagonisten Opfer die leiden und eist völlig verzweifelt sind. Lucy nimmt das Geschehen nicht ganz so schwer, und auch wenn man sicherlich ein Roman mit mehr Tiefgang hätte schreiben können, so bin ich doch froh mal nicht weinen zu müssen wenn ich solch ein Buch lese.
Ich bin nah am Wasser gebaut und leide immer sehr mit, von daher empfand ich es als Erleichterung das es hier eben nicht so dramatisch beschrieben wurde. Und trotzdem wird einem bewußt wie schnell sich solche Bösartigkeiten im Internet verbreiten. Die Menschen werden mutig wenn sie hinter ihren PCs sitzen, und handeln unüberlegter, Freundschaften werden zerstört, Beziehungen beendet,...
Es sollte mehr solcher Bücher geben, damit vielleicht einige über ihr Verhalten nachdenken!


 Mir hat #skandal wirklich sehr gut gefallen!Die Autorin hat ein Problem beschrieben, welches und alle betreffen kann.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sterne!!!


Sarah Ockler lebt mit ihrem Mann in Colorado, und weil sie immer noch an den Spätfolgen ihrer turbulenten Teenagerjahre leidet, hat sie sich aufs Verfassen von Jugendbüchern spezialisiert. Ihre Romane wurden in der Presse gefeiert und haben zahlreiche Auszeichnungen erhalten, u. a. ALA's Best Fiction for Young Adults.

1 Kommentar:

  1. Halli Hallo
    ich habe das Buch auch gelesen und fand es ganz ok
    Es war bisschen leicht zu durschauen fand ich. Wer die Bilder gepostet hat war mir schnell klar nur die Bloggerin war für mich Überraschend.

    Liebe Grüße
    Tina
    meinbuchmeinewelt.blogspot.de

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