Sonntag, 30. August 2015

Rezension - Das Apfelkuchenwunder oder Die Logik des Verschwindens


 Geschrieben von Sarah Moore Fitzgerald
Übersetzt von Adelheid Zöfel
Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: FISCHER KJB
Erscheinungstermin: 20. August 2015
ISBN-13: 978-3737351966
  
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Oscar ist Megs bester Freund.
Er hat ein besonderes Gespür für seine Mitmenschen und ist mit seinem Apfelkuchen stets zur Stelle, wenn er gebraucht wird.
Doch als er selbst Hilfe braucht, ist Meg am anderen Ende der Welt.
Und auch sonst ist niemand für ihn da. Oscar verschwindet spurlos – und alle befürchten das Schlimmste.
Alle, bis auf Meg. Sie ist fest entschlossen, herauszufinden, was wirklich passiert ist …

  
Meg ist zurück in ihrer Heimat, doch alles hat sich seit ihrem Weggang vor einigen Monaten verändert. Das Schlimmste: Ihr bester Freund Oscar ist von heute verschwunden.
Der Junge,, dessen Rezept gegen schlechte Laune, ein selbstgebackener Apfelkuchen ist, würde sich doch niemals etwas antun? Doch davon ist jeder andere überzeugt, und so macht sich Meg alleine auf die Suche nach Antworten.
 

Auch wenn man Oscars Leiche nicht gefunden hat, so ist jeder davon überzeugt, daß er tot ist.
Doch Meg und sein Bruder geben die Hoffnung nicht auf.
Wenn ein Buch mit einem Trauergottesdienst beginnt, kann es dann nur besser oder schlechter werden?

Zu Beginn war ich unsicher und hatte Angst zum falschen Buch gegriffen zu haben.
Doch durch die Rückblicke in Megs und Oscars Leben wird man neugierig. Man fragt sich wie es soweit kommen konnte. Wieso ist Meg gegangen? Und wo ist Oscar?
Und wenn er noch am Leben ist, wieso ist er gegangen?

Während alle glauben Oscar sei tot, erfährt man als Leser, daß er noch am Leben ist.
Denn die Geschichte wird abwechselnd aus unterschiedlichen Sichten erzählt.
Es ist schwer nicht zu spoilern, doch ich kann Euch verraten: Oscar hatte gute Gründe um zu verschwinden.

Meg und Oscar waren gute Freunde, doch dann musste Meg mit ihren Eltern die Stadt verlassen, und hat für sich entschieden, den Kontakt abzubrechen. Wieso? Weil es wie im echten Leben einige Missverständisse gab.
Auch wenn man als Leser weiß das Oscar noch am Leben ist, so habe ich mit Meg mitgelitten.
Und auch mit ihm, denn was ihm passiert ist, ist schwer zu verkraften.

Es sind nur 256 Seiten, und man kann das Buch locker an einem Abend durchlesen, da der Stil der Autorin leicht zu lesen und gut verständlich ist. Trotzdem besitzt es eine Tiefe, bei der ich mehrmals ins Grübeln kam. Am Ende saß auch ich zu Hause, und dachte über den Sinn des Lebens nach.
Man sollte viel bewußter leben, und das schätzen was man hat. Ich musste einige Male schwer schlucken, und hätte mir an diesen Stellen auch einfach einen selbstgebackenen Apfelkuchen gewünscht. Denn manchmal kann Glück so einfach wie ein Stück Kuchen sein.


Wer Geschichten über Freundschaft mag, bei denen auch Trauriges passieren darf,
sollte dieses Buch lesen.
Es ist eins dieser Bücher, 
die man immer mal wieder zur Hand nehmen kann um sie erneut zu lesen.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sterne!!!
   

Sarah Moore Fitzgerald, geboren 1965 in New York, USA, ist Professorin für Psychologie. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Limerick, Irland, und glaubt ganz fest an die magische Wirkung von Apfelkuchen. Und daran, dass man die Hoffnung niemals aufgeben darf.

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