Montag, 24. August 2015

Rezension - Das Jahr der Wunder


Geschrieben von Amy Hatvany
Übersetzt von Alexanra Kranefeld
Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag 
Erscheinungstermin: 27. Juli 2015
ISBN-13: 978-3764505509
   
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Zwei Mütter. Zwei Töchter. Und ein geschenktes Leben.

Hannah Scotts Welt zerbrach an dem Tag, als ihre Tochter Emily bei einem tragischen Unfall ums Leben kam. Nun, ein Jahr später, begegnet Hannah unerwartet der fünfzehnjährigen Maddie Bell, der Emilys Organspende das Leben rettete …

Die Familie Bell jedoch hat ganz eigene Probleme. Maddies Mutter Olivia wird von ihrem Ehemann unterdrückt – doch wenn sie ihn verließe, würde sie ihre Tochter nie wiedersehen.
Maddie wiederum sehnt sich nach Normalität. Gemeinsam erkennen die völlig unterschiedlichen Frauen, dass das Leben zwar voller Komplikationen steckt, manchmal aber auch voller Wunder …


So oft hat Hannah ihrer Emily erklärt, wie wichtig ein Fahrradhelm ist.
Dennoch hat ihre zwölfjährige Tochter nicht auf sie gehört, und kommt bei einem schweren Verkehrsunfall ums Leben...

Zur selben Zeit wartet Olivia auf ein Spenderorgan für ihre Tochter Maddie.
Die Fünfzehnjährige würde gerne ein Leben führen, wie jeder andere Teenager auch, doch sowohl ihre Krankheit als auch die Geheimnisse in ihrer Familie, stehen diesem Wunsch im Weg...


Die Geschichte wird aus der Sicht von drei Personen erzählt:

Hannah, die ihre Tochter Emily durch einen tragischen Unfall verloren hat.
Sie kommt nur schwer mit dem Verlust klar, und vermisst ihre Tochter.
Emily war ein Wunschkind, das durch künstliche Befruchtugn entstand.
Wer möchte schon auf den perfekten Mann warten, wenn man Anfang 30 ist und unbedingt ein Kind möchte?

Olivia war verliebt und wurde auf Händen getragen von ihrem Verlobten.
Doch nach der Hochzeit änderte sich alles, und sie fand sich plötzlich gefangen in einer Ehe, wie sie sich keine Frau wünscht. Eine Trennung kommt nicht in Frage, da sie sich ohne die finanzielle Unterstützung ihres Mannes, nicht um die kranke Tochter kümmern kann.

Maddie ist fünfzehn, und benötigt dringend eine neue Leber. Doch wegen ihrer selten Blutgruppe stehen die Chancen mehr als schlecht. Ein normales Leben kennt sie nicht, sie wird von zu Hause aus unterrichtet, und bekommt ununterbrochen die Probleme ihrer Eltern mit.

Schon gleich zu Beginn war ich den Tränen nahe, da Emilys Unfall mich direkt geschockt hat!
Die Autorin beschreibt den Schmerz ihrer Familie sehr gut, und ich habe mit Hannah mitgelitten.
Sie selbst hört den Unfall, und findet ihre schwer verletzte Tochter vor ihrem Haus auf der Straße.
Im Krankenhaus wird Emily dann für hirntot erklärt, und Hannah entscheidet Emilys Organe zu spenden.

Und während sie noch um ihr geliebtes Kind trauert, können Olivia und Maddie ihr Glück kaum fassen. Dank Emilys Leber bekommt Maddie die Chance auf ein  normales Leben, und Olivia träumt davon, ihren Mann in der Zukunft verlassen zu können.
Zuerst fand ich es merkwürdig Eheprobleme so in den Vordergrund zu stellen.
Wen stört schon ein abweisender Ehepartner,  wenn das eigene Kind todkrank ist?
Doch im Laufe der Geschichte werden Olivias Probleme näher bekannt, und als Leser erlebt man die Entwicklung dieser Ehe. Angefangen mit Bevormundungen endet es in häuslicher Gewalt.

Die Geschichte beginnt mit Emilys Tod und der Transplantation, und geht dann ein Jahr später weiter.
Hannah arbeitet und versucht weiter zu leben, ohne ihr Kind, als eines Tages Olivia und Maddie ihren Friseursalon betreten. So treffen diese drei Frauen aufeinander, und diese Bekanntschaft verändert ihr aller Leben.

Dieser Roman ist sehr gefühlvoll geschrieben und ich konnte jeden der Protagonisten so gut verstehen.
Hannahs Trauer, Olivias Angst, Maddies Probleme in der neuen Schule,....
Der leichte Stil macht es einfach der Geschichte, trotz der wechselnden Perspektven, zu folgen.
Gleich zu Beginn musste ich weinen, der Mittelteil war dann soweit ok.
Und zum Schluss gab es dann noch einmal ein großes Feuerwerk der Gefühle! Und ich musste wieder zu Taschentüchern greifen!

  
Kennt ihr das Gefühl das etwas Schreckliches ganz toll sein kann?
So ging es mir mit "Das Jahr der Wunder".
Auch wenn die Geschehnisse tragisch und furchtbar sind, so ist das Buch einfach gut, 
und man kann garnicht aufhören zu lesen!
Meine Bewertung: 5 von 5 Sterne!!!
   

Amy Hatvany wurde 1972 in Seattle geboren und studierte an der Western Washington University Soziologie. Nach einer Reihe sehr unterschiedlicher Jobs, von denen sie einige mochte, andere wiederum gar nicht, beschloss sie schließlich, sich ganz dem Schreiben zuzuwenden.
Amy Hatvany lebt mit ihrer Familie in Seattle.


1 Kommentar:

  1. Huhu liebe Silke,

    das klingt doch nach einer wirklich sehr schönen Geschichte! :)
    Mich hast du mit deiner tollen Rezension gerade absolut überzeugt und deshalb hüpft das Buch direkt auf meine Wunschliste.

    Alles Liebe,
    Jasi ♥

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