Dienstag, 15. September 2015

Rezension - Solange wir lügen


 Geschrieben von E. Lockhart
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Erscheinungstermin: 26. August 2015
ISBN-13: 978-3473401307

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Eine wohlhabende und angesehene Familie. Eine Privatinsel vor der Küste Massachusetts.
Ein Mädchen ohne Erinnerungen.
Vier Jugendliche, deren Freundschaft in einer Katastrophe endet.
Ein Unfall. Ein schreckliches Geheimnis. Nichts als Lügen. Wahre Liebe. Die Wahrheit.


 

Die spärliche Beschreibung machte mich neugierig. 
Und nun, nach dem Lesen, kann ich verstehen wieso nicht mehr verraten wurde.

Zu erst einmal die Aufmachung: Das Hardcover-Buch hat einen transparenten Buchumschlag, welcher es geheimnisvoll wirken lässt. Zwei Protagonisten, so undurchschuabar, wie die Geschichte selbst. Auf dem Buch ist die Insel abgebildet, die das Leben dieser Menschen immer wieder bestimmt.
Wer auch immer die Gestaltung übernommen hat, wusste genau worauf es ankommt, und hat seine Aufgabe wunderbar gemeistert.

Cadence ist eine der Jugendlichen, die jeden Sommer auf Beechwood verbringen. 
Diese Insel gehört ihrer Familie, und sie sind alle miteinander verwandt. 
Sie sind gerne unter sich, denn sie sind die Elite und etwas Besonderes. 
So sehen es jedenfalls die Familienoberhäupter, angeführt vom Großvater der Jugendlichen.
Ihre Welt ist mehr Schein statt Sein, und Lügen um den Anschein zu wahren, sind selbstverständliich. Niemand soll etwas über Eheprobleme, Sucht, oder Versagen wissen. 
Kein Wunder also das diese Kinder irgenwann ausbrechen wollen, aus dieser ach so perfekten Welt.

Doch nichts ist wie es scheint, und unter der perfekten Oberfläche gibt es einige dunkeln Geheimnisse. Als Leser weiß man nicht was mit Cadence passiert ist. 
Es gab einen Unfall und sie leidet unter schweren Kopfschmerzen. 
Kurze Szenen und eine oberflächliche Schreibart verwirrten mich lange Zeit, und ich wusste nicht, wohin diese Geschichten führen wird.
Doch da der Roman leicht zu lesen ist, kommt man gut voran, und lernt den Ferien-Alltag und einige Hintergründe der Familie kennen. 

Unterm Schuljahr haben sie kaum Kontakt, doch er Sommer gehört ihnen, und der ersten Liebe! 
Gat ist als einziger nicht mit ihnen verwandt und zwischen ihm und Cadence entwickelt sich etwas. Doch wenn man sich nur einige Wochen im Jahr sieht kommt eine Beziehung wohl kaum in Frage. 

Den oben von mir als kühl beschrieben Stil der Autorin fand ich merkwürdig. 
Aber auf keinem Fall schlecht!
Es fiel mir nur schwer eine wirkliche Beziehung zu den Protagonisten aufzubauen. 
Ich hätte diesen Roman nur als mittelmäßig bezeichnet. 
Wenn da nicht das gelungene Ende wäre! 
Dieses hat so ziemlich alles an sich gerissen und meine Gedanken entwirrt! 
WOW, davon war ich dann echt begeistert und geschockt. 
Trotzdem hätte ich mir etwas mehr Spannung während des Lesens gewünscht.


Meine Bewertung, dank des überraschend guten Ende:
4 von 5 Sterne!!!


Emily Lockhart studierte Schreiben und Literatur an der Vassar und an der Columbia University und steht im ständigen Austausch mit ihren Fans.

Kommentare:

  1. Ich hatte das Buch gestern in der Hand war mir aber doch unsicher. Ich denke ich werde es doch holen Dank deine Rezi.

    Liebe Grüße

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  2. Huhu Silke

    Hm, das Buch wurde mir ja vom Verlag empfohlen und es war sogar einmal mein Waiting on Wednesday .... aber irgendwie kommen nun lauter durchzogene Meinungen daher. Ich glaube, ich schubse das Buch doch wieder von meiner Wunschliste - trotz Hammerende ..... Ich hab hier nämlich noch so viele Must-Reads auf dem SuB ....

    lg Favola

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