Montag, 14. September 2015

Rezension - Songs of Revolution



Geschrieben von Emma Trevayne
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (one by Lübbe)
Erscheinungstermin: 13. August 2015
ISBN-13: 978-3846600184
HIER geht es zur Verlagsseite.
   

Anthem ist 18 Jahre alt und er will eigentlich nur eins: echte Musik machen. Doch er lebt in einer Gesellschaft, in der genau das mit dem Tod bestraft wird. Menschen dürfen nur künstlich erstellte Musik hören, ausschließlich produziert, um süchtig zu machen. Tagsüber dient Anthem dem System, doch abends folgt er seiner wahren Bestimmung: Er macht Musik mit seiner Band. Als die Repressalien der Machthaber unerträglich werden, beschließen Anthem und seine Freunde, sich zu erheben: Zusammen mit der schillernden Haven will er eine Revolution anzetteln - und mit der Kraft echter Musik möglichst viele Anhänger mobilisieren ...


Schon das Cover faszinierte mich, und ich wollte "Songs of Revolution" unbedingt lesen.
Es erinnert mich ein wenig an die 80erJahre-Disco-Zeit, gemischt mit einem Science-Fiction-Touch.
Das sich dahinter eine dystopische Geschichte verbirgt, hätte ich im ersten Moment nicht erwartet. 

Anthems Welt wird von Musik bestimmt. Doch keine wie wir sie kennen, sondern elektronische Musik, die das Leben der Menschen bestimmt. Diese Musik macht süchtig, und kann nach langer Abhängigkeit den Tod bedeuten.
Seine Mutter hat er bereits verloren, und bei seinem Vater ist es wohl nur noch eine Frage von Zeit.
Doch Anthem muss stark bleiben, denn als "Akku" arbeitet er für die Regierung, und muss als einer der ärmsten Bewohner, sich auch noch um seine Geschwister kümmern.
Er träumt von normaler Musik, die die Menschen einfach nur glücklich machen soll, sie zum Nachdenken anregen soll. Auf keinem Fall soll sie weiterhin Menschen ihren freien Willen nehmen. Und dafür riskiert er sogar sein Leben.

Endlich wieder einmal ein Buch mit einem männlichen Hauptprotagnist! 
Anthem ist ein vernüftiger junger Mann, der Verantwortung übernimmt, und der Regierung den Kampf ansagt.
Ich war überrascht wie gelungen die Autorin ihre Idee umsetzen konnte.
Der Schreibstil ist leicht zu lesen und jugendlich gehalten. 
Alles dreht sich um Musik, und ich hätte niemals damit gerechnet, das etwas so schönes, so böse sein kann.
Anschaulich erzählt die Autorin von Entzugserscheinungen, von Junkies, von Menschen die langsam schwächer werden und sterben. Es ist eine düstere Welt, und als Leser ist Anthem ein kleiner musikalischer Lichtblick. Seine Musik ist etwas besonderes, und auch wenn ich sie selbst nicht hören konnte, so konnte ich sie dank der Autorin intensiv miterleben.


Naürlich gab es schon oft Rebellen, die um Gerechtigkeit kämpfen. Doch hier hat die Autorin ein musikalische Schreckensherrschaft geschaffen. Es ist kein Roman, den ich jetzt unbedingt ein zweites Mal lesen würde, doch empfehleswert für alle, die mal eine etwas andere Dystopie lesen wollen.

Meine Bewertung: 3,5 von 5 Sterne!!!

1 Kommentar:

  1. Huhu liebe Silke

    Danke für die Rezi. Ich überlege schon, ob ich es lesen mag oder nicht. Deine Rezi hört sich ja eigentlich super an, aber warum dann *nur* 3,5 Punkte?

    Liebste Grüsse Sonja ❤

    AntwortenLöschen