Dienstag, 1. September 2015

Rezension - Splitterlicht


Geschrieben von Megan Miranda
Übersetzt von Ingrid Ickler
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Erscheinungstermin: 1. September 2015
ISBN-13: 978-3473584819
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Elf Minuten ist Delaney unter dem Eis, bevor ihr bester Freund Decker sie aus dem eiskalten See herausziehen kann - und nach allem, was die Ärzte sagen, sollte sie eigentlich tot sein.
Aber nach einer Woche im Koma erwacht Delaney - ohne bleibende Schäden.
Und trotzdem ist nichts, wie es vorher war.
Nach und nach zeigen sich Risse in Delaneys Alltag und ihrer Wahrnehmung.
Unausgesprochene Gefühle zwischen ihr und Decker belasten Delaney zusätzlich, und sie fühlt sich plötzlich zu dem mysteriösen Troy Varga hingezogen, der nach einer Nahtoderfahrung dieselbe schreckliche Fähigkeit wie sie zu besitzen scheint: Beide spüren den bevorstehenden Tod anderer Menschen.


Delaney und ihr bester Freund decker sind auf dem Weg zu ihrer Clique, als sie eine Abkürzung über den See nehmen. Tollpatschig wie Delaney ist, stolpert ie, kraht aufs Eis, und spürt wie es unter ihr nachgibt. Erst nach 11 Minuten kann man sie retten, und unglaublicherweise überlebt sie.
Eigentlich ist es unmöglich so lange bei Minustemperaturen unter Wasser zu sein, und es zu überleben. Doch ohne bleibende Schäden kann sie bereits 2Wochen später wieder zur Schule gehen.
Doch es ändert sich alles, als Delaney ein Kribbeln in den Händen verspürt, und kurz danach jemand stirbt...


Ich muss gestehen, in wollte dieses Buch schon kaufen, bevor ich überhaupt wusste wovon es handelt!
Das Cover sieht absolut genial aus, und passt perfekt zur Geschichte.
Außerdem glitzert und schimmert das Buch, genau wie Eiskristalle.
Es ist auf jedem Fall ein optisches Highlight!

Die Geschichte spielt in unserer normalen Welt und hat einen mystischen Touch, es ist also weder Fantasy noch Dystopie. Delaney ist ein normaler Teenager, steht vor den Jahresprüfungen in der Schule, hat Freunde mit denen sie ihre Freizeit verbringt, und hat Decker, ihren besten Freund.
Die beiden sind zwar "nur" Freunde, doch während des Lesens wurde mir schnell klar das es zwischen den Beiden einige unausgesprochene Gefühle gibt.
Merkwürdig wird die Story, als Troy plötzlich in ihrem Leben auftaucht, und ganz offensichtlich lügt und Geheimnisse hat.
Ich mochte ihn nicht, und fand ihn sofort undurchschaubar.

Der Schreibstil ist leicht und jugendlich, und bis auf die düsteren Szenen, hätte ich das Buch auch schon jüngeren Lesern empfohlen (Laut Verlag ab 14).
Die 320 Seiten waren ruckzuck gelesen, was mich ebenfalls verwundert hat.
Ich habe mit höchstens 250Seiten gerechnet, und war überrascht wie schnell ich durch war.

Schon gleich zu Beginn kam es zu Delanys Unfall und ich musste schon fast heulen!
Es war so emotional... Sie lernt Troy kennen, der anscheinden die selben "Kräfte" wie sie besitzt und auch versucht, damit umzugehen. Doch seine Einstellung zum Vorhersehen von Todesfällen unterscheidet sich grundlegend von Delanys.
Dadurch spielt er schnell eine große und entscheidende Rolle in diesem Roman, und die Auflösung ging mir dann zum Ende hin zu schnell.
Es bleiben so viele Fragen offen bzw ich hätte doch gerne weiter gelesen.
Wieso, weshalb, warum? Und wie geht es jetzt weiter?
Auch wenn es eine abgeschlossene Geschichte ist, so hätte ich mir locker 100 Seiten mehr gewünscht.


Ein Roman, mit einer interessanten Grundidee, der aber ein wenig gefehlt hat.
Trotzdem zu empfehlen, gerade jetzt wo der Winter schon bald wieder vor der Tür steht.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sterne!!!

1 Kommentar:

  1. Das Cover finde ich auch wirklich sehr schön. Der Klappentext hört sich auch super an, bin mir allerdings nicht ganz sicher ob es mir gefallen wird. Vielleicht werde ich es irgendwann mal lesen :-).

    Liebe Grüße,
    Vanessa

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