Dienstag, 10. November 2015

Rezension - Young World - Die Clans von New York - Hörbuch


Geschrieben von Chris Weitz
Gesprochen von Maria Koschny und Leonhard Mahlich 
2 MP3-CDs
Spieldauer: 8 Stunden und 57 Minuten
Version: Ungekürzte Ausgabe 

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Ein Überlebenskampf nach eigenen Regeln. Ein unerbittlicher Wettlauf gegen die Zeit. Es gab ein Leben Davor. Dann kam die Seuche. Übrig blieben nur die Teenager. Jetzt, ein Jahr danach, werden die Vorräte knapp und die Überlebenden organisieren sich in Stämmen.

Jefferson, Führer wider Willen des Washington-Square-Stamms, und Donna, in die er heimlich verliebt ist, haben sich ein halbwegs geordnetes Leben in all dem Chaos aufgebaut. Doch als Brainbox, das Genie ihres Stammes, eine Spur entdeckt, die zur Heilung der Krankheit führen könnte, machen sich fünf von ihnen auf in die gefährliche Welt jenseits ihres Rückzugsortes - Schießereien mit feindlichen Gangs, Flucht vor Sekten und Milizen, Überleben in den Gefahren der U-Bahnschächte inklusive. Denn trotz aller Aussichtslosigkeit glaubt Jeff an die Rettung der Menschheit.
 
Seit Twilight New Moon kenne ich den Regisseur Chris Weitz.Und danach ist mir der Name noch viele weitere Male begegnet, da er außerdem auch als Drehbuchautor arbeitet.
Nun hat er seinen ersten Roman geschrieben, und der ist, wie zu erwarten, richtig gut!

Die Menschheit ist fast völlig zerstört, es gibt nur noch jugendliche Überlebende. Und diese leben in Clans zusammen, um gemeinsam ums Überleben zu kämpfen. Und zwar jeden Tag aufs Neue.
Alle Erwachsenen sterben an der geheimnisvollen Seuche, über die wir hoffentlich noch einiges mehr erfahren werden.

Abwechselnd wird aus Donnas und aus Jeffs Sicht erzählt, und so lernt die beiden wichtigsten Protagonisten gut kennen.
Jeff gilt als Anführer, und als es eine Chance auf Heilung gibt, macht er sich auf den Weg, den vermutlich einigen überlebenden Erwachsenen zu finden.

Nach einem Blick auf das Cover konnte ich mir schon vorstellen welche Katastrophe (im Potiven) mich erwartet. Die Endzeit hat begonnen, und die Menschen sterben aus.
Mit großartigen Ideen hat sich der Autor ja bereits in der Vergangenheit bei seiner Arbeit beweisen können. Und nun hat er diese Erfahrungen in einem spannenden Roman nieder geschrieben.
Schnell wird einem klar, wie ernst die Lage ist, und man ist sofort mittendrinn in der Geschichte.

Beim Hörbuch konnte ich mitfiebern, mitleiden, und mitfühlen.
Oft arbeite ich während ich ein Buch höre, doch bei "Young World" war ich immer wieder so gefesselt, daß ich alles andere vergaß und nur zuhören konnte.
Die Gegenwart und die Vergangenheit der Jugendlichen werden einem detailliert aufgezeigt, und man ist gespannt auf die Zukunft. Es gibt Tote und Trauer, doch auch ein bisschen Liebe in dieser ansonsten trostlosen Welt. Dieser kleine Lichtblick war wohl dosiert, denn kitschige Lovestories hätten hier keinen Platz.

Die restlichen Teile der Trilogie werde ich sicherlich auch hören anstatts selbst zu lesen.


Ein spannendes und gelungenes Debüt eines Voll-Profis!
Meine Bewertung: 4 von 5 Sterne!!!


Chris Weitz, geboren 1969 in New York, hat Englische Literatur studiert, landete dann aber in der Filmbranche. Er ist der Oscar®-nominierte Drehbuchautor und Regisseur von ›About a Boy‹, ›Twilight‹, ›Cinderella‹ und anderen Kino-Hits der letzten Jahre. ›Young World – Die Clans von New York‹ ist sein Romandebüt.

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