Dienstag, 22. Dezember 2015

Rezension - Eine Mama am Rande des Nervenzusammenbruchs


Geschrieben von Nina Massek
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag 
Erscheinungstermin: 16. November 2015
ISBN-13: 978-3442158645
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Sollten wir unseren Kindern immer die Wahrheit sagen? Ihnen Werte wie Aufrichtigkeit und Korrektheit mit auf den Weg geben? Nun ja ... eigentlich schon. Aber manchmal ist die Wahrheit einfach nicht die beste Option. Die Tochter erwischt uns beim Sex. Der vorlaute Schulfreund des Sohnes kommt jeden Tag zu Besuch. Um sich aus solch schwierigen Situationen zu befreien, lügen wir schon einmal. Und haben dann ein schlechtes Gewissen. Das muss nicht sein, denn Flunkern ist die Basis jeder erfolgreichen Erziehung! Diskussionen mit Dreijährigen, die Sandalen im Winter anziehen wollen? Verhandlungen mit Siebenjährigen, die sich täglich ein neues Haustier wünschen? Viel zu anstregend. Also Schluss damit, perfekt sein zu wollen. Manchmal heiligt der Zweck eben doch das Mittel ...


Nina Massek schreibt aus dem Leben einer jeden Mutter.
Geschichten, wie sie alle Eltern kennen.
Ihre Beispiele, wie "Das ist keine Praline, sondern eine Tablette" und "Der Spielplatz hat heute leider zu" kommen mir nur all zu bekannt vor. Als Mutter muss man natürlich überlegen, ob eine Lüge wirklich angebracht ist, aber wir sind nunmal auch nur Menschen, und möchten ab und zu den leichten Ausweg wählen.

Welche Mama wurde nicht schon auf die Probe gestellt, wenn der Nachwuchs unangenehme Fragen stellt? Ich selbst erlebe es gerade zum dritten Mal, und meine 3jährige Tochter ist neugierig und schlau! Eine gefährliche Mischung ;-)
Natürlich sollte man ein Kind nicht zum Lügen erziehen, aber dennoch gibt es so manche, nicht ganz ernst gemeinten Situationen, in denen es erlaubt sein sollte, zu schwindeln. Ob es richtig oder falsch ist, sollte jeder für sich selbst enttscheiden.
Nina Massek hat also nicht vor, jemandem ihre Meinung aufzudrücken, sondern unterhält mit ihrem Buch einfach auf lustige Weise ihre Leser.
Die kurzen Anekdoten, "wunderbare Flunkereien, die Eltern das Leben erleichtern" sollen keine Erziehungs-Tipps sein, und man darf die Geschichten natürlich nicht all zu ernst nehmen.
Vor allem, weil die Kinder oftmals die Erwachsenen durchschauen. Nur weil sie klein sind, sind sie ja nicht blöd, und spätestens beim Enttarnen ist dann auch von Eltern eine Entschuldigung zu erwarten.

Ich fand die Geschichten lustig geschrieben, habe einige Situationen selbst schon erlebt, und kann die Ich-Erzählerin oftmals nur zu gut verstehen. Wer als Eltern kurze Unterhaltung möchte, und nicht nur Romane liest, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.


Mir gefiel es gut und ich empfehle es gerne weiter. 
Meine Bewertung: 3,5 von 5 Sterne!!!


Nina Massek, geb. 1974, studierte Neuere deutsche Literatur und Medien sowie Amerikanistik in Marburg. Danach war sie zehn Jahre lang im Bereich PR und Kommunikation tätig. Seit vier Jahren betreibt sie den erfolgreichen Blog »Frau Mutter«. Zusammen mit ihrer Familie lebt sie in Berlin.

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