Samstag, 30. Januar 2016

Rezenion - Regenbogenzeit


Geschrieben von Julia K. Stein
Format:Ebook
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 264 Seiten
Verlag: Impress
Erscheinungstermin: 7. Januar 2016
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Maisfelder bis zum Horizont und kein Hochhaus weit und breit. Ihre Sommermonate bei einem Schlachthauspraktikum mitten im Nirgendwo Deutschlands zu verbringen, hätte die 17-jährige Leda unter normalen Umständen niemals in Erwägung gezogen. Doch genau hier ist ihre Mutter vor einem Jahr ums Leben gekommen und Leda ahnt, dass sich hinter der Idylle ein düsteres Geheimnis verbirgt. Erst als sie dem jungen Amerikaner Silas über den Weg läuft, bekommt der Sommer einen Hauch flirrender Romantik. Aber auch der attraktive Silas trägt ein Geheimnis mit sich und zwar ein nicht weniger dunkles als Ledas…


Getarnt als Studentin der Tiermedizin, absolviert Leda ein Praktikum auf einem Schlachthof.
Doch hinter dem Großbetrieb, in der Nähe von Berlin, steckt ihrer Meinung nach ein Geheimnis. Denn genau vor einem Jahr ist hier ihre Mutter bei einem abgeblichen Unfall ums Leben gekommen.
Ein weiterer Praktikant, Silas, weckt ihr Interesse, und sie lässt sich ein klein wenig von ihren Problemen ablenken. Nichts ahnend, daß auch er Geheimnisse vor ihr hat....


Impress verbinde ich sonst meistens mit Fantasygeschichten, oder leichten Teenie-Stors.
Doch die Autorin Julia K. Stein hat sich an ein völlig anderes Genre herangewagt, und gleich mehrere heftige Themen angesprochen. Nicht nur der Tod von Ledas Mutter stellt die Leser vor ein Rätsel, auch die Machenschaften des Schlachthofs stehen im Vordergrund.

Gleich zu Beginn begleitet man Leda auf dem Weg zu ihrem Praktikumsplatz. Ohne das Einverständnis ihrer Familie hat sie sich auf den Weg nach Berlin gemacht, denn dort, in einem kleinen Kaff, kam ihre Mutter ums Leben... Sie erzählt von ihrem Leben, ihrer Kindheit, und ihrer Mutter, die sie jeden Tag vermisst. Der Schmerz läßt nicht nach, genauso wenig wie der Verdacht, daß es vielleicht kein Unfall war, bei dem sie ums Leben kam.

Ich muss gleich dazu sagen, wer schwache Nerven hat, was das Thema Massentierhaltung angeht, sollte diesen Roman vielleicht eher nicht lesen. Wer sich aber mit dieser Ernsthaftgkeit auseinandersetzen möchte, wird hier vor knallharte Fakten gestellt.
Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund, und erzählt von der Arbeit auf solch einem Schlachthof. Für die einen ist es Mord, für die anderen Alltag. Das muss auch Leda miterleben, und kann sich nur schwer dort zurechtfinden.

Neben diesen beiden ernsten Themen gibt es natürlich auch ein angenehmeres Thema: Die Liebe!
Leda findet Gefallen an dem smarten US-Praktikanten Silas. Er ist ein Sunny-Boy, der ihr den Kopf verdreht. Doch auch er hat eine ernste Seite. Und Geheimnisse. Doch von diesen weiß Leda nichts...
Zum Glück ist der romantische Teil des Romans gut dosiert, denn hierbei handelt sich es nunmal nicht um eine Lovestory.

Zum Ende gibt es einige Auflösungen, doch auch neue Fragen werden aufgeworfen.
Ich bin gespannt wie es mit Leda und Silas weitergeht!


 Ein Jugend-Thriller, der authentischer nicht hätte sein können!
Meine Bewertung:  5 von 5 Sterne!!!



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