Montag, 29. Februar 2016

Rezension - Hilfe, ist das mein Leben? Ich will hier raus (1)



Hattie hat es nicht leicht. Das fängt schon damit an, dass sie als 14-Jährige in Dinosaurierbettwäsche schlafen muss. Wie uncool ist das denn??!! Und dann ist sie auch noch mit einem nervigen älteren Bruder und einer ständig gestressten Mutter gestraft. Ganz zu schweigen von einer Oma, die verrückt nach Zumba ist, hautenge Jeans trägt und unanständige SMS an ihren Zahnarzt verschickt (angeblich aus Versehen – wer’s glaubt …). Zum Glück hat Hattie zwei beste Freundinnen, die immer zu ihr stehen. Gemeinsam lassen sich eben blöde Jungs (die manchmal auch ganz süß sein können), nicht vorhandene Brüste, hässliche Zahnspangen und – nicht zuletzt – die Suche nach dem eigenen Vater viel besser überstehen!

"Hilfe, ist das mein Leben?" ist eine neue Mädchen-Buch-Reihe, dessen erster Band den Titel "Ich will hier raus" heißt.
Über den Inhalt zu schreiben ist schwer und einfach zugleich, denn Hattie lebt genau den selben Alltag, wie viele, bzw die meisten Teenager auch.
Ein nerviger Bruder, eine Mutter die kein Verständniss für sie und ihre Wünsche hat, Jungs, Pupertät,... 
Doch dank eines Themas hebt sich der Roman von anderen ab: Hattie ist auf der Suche nach ihrem Vater! Ihre Mutter ist keine große Hilfe, und was sie im Laufe der Zeit erfährt, reisst ihr die Füsse unter dem Boden weg.
Aber auch diese Thematik wird von Hattie, die in diesem Buch ihre eigene Geschichte erzählt, auf lustige Weise erzählt.
Sie ist oftmals genervt von ihrem Umfeld, verbringt gerne Zeit mit Freundinnen, und hasst die supercoolen Mädchen der Schule.

Ich mag ja solche Geschichten, vor allem wenn sie wie hier in Tagebuchform geschrieben werden.
Man lernt Hattie auf diese Weise sehr gut kennen, weil es ihre Persönlichkeit wiederspiegelt.


Die kurzen, mit Datum und Uhrzeit versehehen Einträge machen es leicht dem Roman zu folgen, weil es keine langen und typischen Kapitel gibt.
Groß- und Kleinschreibung, ganz wie es ihr gefällt, peppen dieses Tagebuch noch auf.
Es ist also viel mehr als "nur" einfaches Lesen.

Hattie, mit ihrer lockeren und vorlauten Art, mochte ich auf Anhieb.
Allerdings fehlten mir oftmals die tieferen Empfindungen von ihr und anderen Protagonisten.
Aber für junge Leser, die einfach lustige Unterhaltung wünschen, ist es auf jedem Fall das richtige!

Ich bin gespannt wie es mit Hattie, und dem gelüfteten Geheimnis um ihren Vater weitergeht.

 

Kurzweilige Lesestunden sind garantiert!
Meine Bewertung: 3 von 5 Sterne!!!


Rae Earl wurde 1971 in Lincolnshire, England geboren. Sie arbeitete 15 Jahre fürs Radio, bevor sie mit dem Schreiben begann. Ihr Buch „My Fat Mad Teenage Diary“, das auf ihrem eigenen Leben basiert, wurde von der Financial Times als „lustiger, trauriger und unverfrorener als Adrian Mole” bezeichnet und fürs Fernsehen verfilmt. Rae Earl lebt heute mit ihrer Familie in Tasmanien.


1 Kommentar:

  1. Das klingt wieder mal nach einem, Buch für meine Tochter! LG Verena

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