Samstag, 26. März 2016

Rezension - Die Welt wäre besser ohne Dich


Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Ravensburger Buchverlag
18. Januar 2016
ISBN-13: 978-3473401352
  

Seit Wochen chattet Lara mit Christian. Sie ist total verliebt und möchte ihn endlich auch mal treffen. Doch dann zerstört Christian ihr Glück mit einem einzigen Klick: "Die Welt wär besser ohne dich", schreibt er an ihre Facebook-Pinnwand. Und minütlich schließen sich ihm andere an. Irgendwann erträgt Lara die Beleidigungen nicht mehr und trifft eine verzweifelte Entscheidung.



Lara ist 15 Jahre und verliebt! Allerdings hat sie Christian bisher nicht persönlich getroffen und kennt ihn nur dank des Internets. Noch bevor es zu einem ersten Treffen kommt, werden all ihre Träume zerstört, denn ausgerechnet ihre große Liebe macht sie öffentlich lächerlich und schickt ihr eine Nachricht: Die Welt wäre besser ohne Dich!
Lara sieht nur einen Ausweg, um all den Boshaftigkeiten ein Ende zu setzen....


Internet-Mobbing ist ein sehr wichtiges und aktuelles Problem, auf das man aufmerksam machen muss! Denn dieses "Online-verlieben" passiert vielen, jungen wie alten Internet-Usern.
Und wer dann nicht genügend Selbstbewusstsein hat, gerät schnell in eine Spirale, bestehend aus Selbsthass und Verzweiflung. Und dann sehen manche Menschen nur einen einzigen Ausweg: Selbstmord!

Dieser Roman beginnt mit Laras Versuch, sich selbst das Leben zu nehmen.
Wie geht ihre Familie damit um? Oder ihre ehemalige Freundin Bree?

Im zweiten Teil des Romans erhält man Einblicke in die Monate davor.
Wie lernte Lara Christian kennen, wie verliebte sie sich in ihn?

Der letzte Teil handelt dann von der Gegenwart. Wer steckt hinter dem erfundenen Profil von Christian? Sogar die Polizei ermittelt, und stellt dabei Schreckliches fest....

 Es ist interessant zu erfahren, wie jeder der einzelnen Personen die Situation für sich selbst einschätzt.
Lara war schon als junges Mädchen sehr sensibel und anfällig für Depressionen.
Und wie man weiß, kann selbst die Familie oftmals nicht helfen.
Viele Menschen sehen ein Like, oder einen bösen Kommentar auf Facebook, als etwas völlig normales. Sie denken nicht darüber nach, was dies auf der anderen Seite des Computers anrichten kann.
Bree zum Beispiel hat nichts besseres zu tun als ein Foto zu posten, auf dem man Lara auf dem Weg ins Krankenhaus sieht.

Die Autorin schockt mit ihrer Geschichte, und offenbart Fürchterliches! Und während des Lesens wird einem bewusst, daß man jederzeit zum Opfer werden kann. Aber auch zum Täter.
Manches Mal sind solche Mobber vielleicht garkeine asozialen, gestörten Stalker, sondern normale Jugendliche, die nicht weiter über ihr Handeln nachgedacht haben. Doch macht es deshalb das Geschehene weniger schlimm?

Ich war oftmals den Tränen nahe während des Lesens, auch weil ich immer das Bild von Megan Meier vor Augen hatte. Megan hat sich 2006 in ihrem Zimmer erhängt, nachdem sie im Internet gemobbt wurde. Ihre große Liebe, kennen gelernt im Netzt, postete "Die Welt wäre ein besserer Ort ohne Dich" und hat damit eine Lawine aus Hass und Mobbing losgetreten. Da ich schon mehrere Reportagen mit Megans Familie gesehen habe (ihre Mutter möchte auf Cybermobbing aufmerksam machen) fielen mir natürlich die vielen Gemeinsamkeiten auf. Auch die "Täter" sind identisch, und ich vermute das sich die Autorin an Megans Schicksal orientiert hat.


Dieses Buch könnte gut als Schullektüre ausgewählt werden, denn viel mehr Menschen müssen darauf aufmerksam gemacht werden, wie schnell es zu Cybermobbing kommen kann!
Meine Bewertung: 5 von 5 Sterne!!!
 

SARAH DARER LITTMAN schreibt nicht nur Jugendromane, sondern auch politische Kolumnen für Erwachsene. Sie lebt in Connecticut und gibt Kurse für kreatives Schreiben an der Western Connecticut State University.

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