Montag, 7. März 2016

Rezension - Wie das Licht von einem erloschenen Stern


Gebundene Ausgabe: 243 Seiten
Verlag: Beltz & Gelberg
Erscheinungstermin: 7. März 2016
ISBN-13: 978-3407821041
HIER könnt ihr das Buch direkt beim Verlag bestellen.
   
Vielen Dank an den Verlag Beltz & Gelberg
und an 
für dieses Rezensionsexemplar!!!
  

Vega wird aus ihrem Teenagerleben gerissen, als sie nach einem Unfall nicht mehr sprechen kann. Die 17-Jährige kämpft wütend und frustriert mit ihrem Schicksal, das sie immer mehr zu einer sprachlosen Außenseiterin macht. Ein ergreifender Roman, emotional und packend geschrieben. Seit Vega bei einer Feier gestürzt ist, leidet sie an Aphasie. Sie kann nicht sprechen, kaum lesen und mit noch größerer Mühe schreiben. Auch die Beziehung zu ihrer besten Freundin Ida und ihrem Freund Johan gibt ihr keinen Halt, denn sie kommen mit ihrer Krankheit nicht zurecht. Vega fühlt sich innerlich wie tot und zieht sich immer mehr zurück. Bis sie Theo trifft, der ebenfalls an Aphasie leidet und beide merken, dass sich zusammen leichter ein Weg in ein neues Leben finden lässt.


Vega erlebt gerade Schreckliches: Nach einem Sturz auf einer Party leidet sie an Aphasie.
Sie kann nicht mehr sprechen, und ihr Gehirn fährt Achterbahn. Ob sie je wieder "normal" sein wird?
Es ist ein schwerer Weg, mit vielen Rückschlägen.
Ihre Familie kann ihr nicht helfen, ebenso wenig ihr Freund und ihre beste Freundin. Beide scheinen Geheimnisse vor ihr zu haben, und Vega hat bald nur noch einen Menschen, dem sie vertraut: Theo. Er leidet an der selben Krankheit, und scheint sie als einzigr zu verstehen.


Vega hat es nicht einfach. Nach einem Unfall muss sie lernen wieder zu sprechen. Nur wenige Worte kommen ihr bisher über die Lippen, und auch wenn sie genau weiß, was sie sagen möchte, so schafft sie es nicht die richtigen Worte zu finden.
Verständlich das sie sich unwohl fühlt im Beisein von anderen.
Zu Beginn versuchen zwar ihre Freundin Ida und ihr Freund Johan so normal wie möglich weiter mit ihr umzugehen, doch man merkt schnell das dies eben nicht so einfach möglich ist.
Nicht nur mit der Krankheit muss Vega zurecht kommen, sondern auch mit den immer wieder kehrenden Bildern in ihrem Kopf. Denn sie ist der festen Überzeugung geschupst worden zu sein.
War ihr Sturz in den Pool vielleicht garkein Unfall?
Niemand glaubt ihr. Bis sie Theo kennen lernt, der sie versteht und der ihr glaubt.

Die beiden werden Freunde, und ich war während des Lesens froh, daß Vega endlich jemanden gefunden hat, bei dem sie sich wohl fühlt.
Diese frei erfundenen Geschichte, über eine Krankheit, die es wirklich gibt. Wie furchtbar muss es sich anfühlen, wenn man sich selbst nicht mehr erkennt? Wenn man an sich selbst zweifelt, und keine Hoffnung mehr sieht auf ein normales Leben?
Die Autorin hat Vegas Geschichte auf sehr gefühlvolle Art und Weise erzählt.
All die emotionalen Hoch und Tiefs, Familienprobleme, Freundschaften die kaputt gehen, und neue Beziehungen, die entstehen.... mit all dem muss Vega klar kommen.
Und immerzu steht die Frage im Raum: War es wirklich ein Unfall?
Diese Idee gab dem Roman noch zusätzliche Spannung und bis zum Schluss läßt die Autorin ihre Leser im Dunkeln tappen. Die Enthüllungen zum Ende sind schockierend, aber auch ein guter Abschluss für die Geschichte.

Es war etwas besonderes, Vega zu begleiten, und ich habe "Wie das Licht von einem erloschenen Stern" an einem Abend durch gelesen. Danach habe ich noch lange nachgedacht... über Vegas Krankheit, ihr neues Leben, und dem offenbarten Geheimnis um ihren Unfall...
Ich bin tief beeindruckt von diesem Roman, und werde ihn sicherlich noch einige Male lesen.

Das Cover ist traumhaft schön, und während des Leses erfährt man auch , was es mit den Pfauenfedern auf sich hat. Auch der Titel und der Name der Hauptprotagonistin Vega passen perfekt. Die Erklärungen passen wunderbar zur Geschichte und man merkt, daß sich da die Verantwortlichen wirkliche Gedanken gemacht haben.


Meine Bewertung: 5 von 5Sterne!!!


Nicole Boyle Rødtnes, geb. 1985, gründete 2002 den Verein »Hoffnungsvolle junge Schriftsteller«, der zahlreiche erfolgreiche dänische Schrift steller hervorgebracht hat. 2010 debütierte sie mit dem Roman »Dødsbørn«, dem ersten Band einer Serie, der bei einem kleinen Verlag herauskam und schnell sehr erfolgreich wurde.

1 Kommentar:

  1. Eine sehr ansprechende Rezension ! Hätte ich das Buch nicht schon gelesen, dann würde ich es nach deinen Zeilen unbedingt wollen.
    Liebe Grüße,
    Hibi

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