Donnerstag, 25. August 2016

Rezension - Falsche Schwestern


Geschrieben von Cat Clarke
Aus dem Englischen von Jenny Merling
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Faith kennt ihre Schwester Laurel eigentlich nur von einem Foto. Ein lächelndes sechsjähriges Mädchen, das eines Tages spurlos aus dem Garten verschwand. Für Faith Familie beginnt ein Albtraum: Angst, Kummer, Pressekonferenzen, großangelegte Polizeisuche und Paparazzi. Doch dann, mehr als 13 Jahre später kommt ein Anruf. Eine junge Frau ist aufgetaucht. Und sie hat Laurels Teddy im Arm. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen: Endlich hat Faith ihre große Schwester zurück. Dann aber schlägt ihre Freude um. Irgendetwas fühlt sich verdammt falsch an … In Faith wächst ein schrecklicher Verdacht.


Schon ihr Leben lang steht Faith im Schatten ihrer Schwester Laurel.
Und das, obwohl diese vor 13 Jahren, im Alter von 6, verschwunden ist.
Faith ist einfach nur die Schwester der berühmten und vermissten Laurel.
Ihre Familie ist daran zerbrochen, die Eltern liesen sich scheiden, und ihre Mutter ist seitdem ein anderer Mensch. Gücklich sein kennt Faith fast garnicht mehr....
Und dann komt ein Anruf: Laurel wurde gefunden! Endlich ist sie zurück!
Doch Normalität gibt es trotzdem keine, denn wieder steht Faith im Hintergrund. Und von dort macht sie eine erschreckende Beobachtung....


Meistens lese ich ja mehr lustige und romantische Geschichten, doch ab und zu muss es auch solch ein ernstes Thema sein. Da ich mich auch im realen Leben für die Fälle von vermissten Kindern interessiere, war ich auf diese Geschichte gespannt. Denn dabei fiel mir auf: Es drhet sich tatsächlich immer nur um die vermissten Kinder. Doch was ist mit deren Familien? Und mit deren Geschwistern?
Auf sehr einfühlsame Art erzählt die Autorin Faiths Geschichte. Ich konnte sie so gut verstehen und nachvollziehen wie es ihr gehen muss.
Selbst als Laurel zurück ist kann sie kein eigenes, selbstbestimmtes Leben führen.
Bewusst wird ihr das auch wieder, als die gaanze Familie an einem Buch mitarbeiten soll. Natürlich handelt dieses von Laurel.

Laurel wirkt einerseits wie das typische Entführungsopfer und man merkt das sie viel Scchlimmes erlebt haben muss. Und dann sind da Verhaltensweisen, die sie einfach unsymphatisch dastehen lassen. Sie wirft sich Faiths Freund an den Hals und möchte ihre Schwester gezielt verletzen. Man fragt sich zwar wieso sie so handelt, doch zugleich entschuldigt man (auch ich während des Lesens) es einfach damit, daß sie psychisch einfach nicht auf der Höhe sein kann. Man muss ja Mitleid haben. Doch irgendwann reicht es Faith, zu recht!
Und dann passiert etwas, womit ich zu Beginn nicht gerechnet hätte!
Natürlich verrate ich Euch nicht was im letzten Teil passiert, da müsst ihr das Buch sschon selbst lesen.
Faith und auch Laurel müssen schwerwiegende Entscheidungen treffen, und ich wüsste nicht, wie ich in solch einer Situation handeln würde. Nach dem Lesen lang ich tatsächlich noch lange nachts im Bett und habe darüber nachgedacht. Was wie ein normaler Roman anfing, hat sich rasanter entwickelt, als iches mir hätte vorstellen können.


"Falsche Schwestern" wäre die perfekte Drehbuchvorlage 
und eine Verfilmung würde ich mir sofort anschauen!
Meine Bewertung: 5 von 5Sterne!!!


Cat Clarke wurde in Sambia geboren, hat aber den Großteil ihres Lebens in Schottland verbracht. Bevor sie ihren ersten Roman schrieb, arbeitete sie in einem englischen Verlagshaus als Kinderbuchlektorin. Selbstgestrickte Wollmützen sind ihr Markenzeichen – spannende YA-Bücher ihre Leidenschaft. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in London.
  

1 Kommentar:

  1. Hallo Silke,

    du machst mich neugierig auf das Buch. Deine Rezi gefällt mir und auch die Thematik reizt mich.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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