Freitag, 16. September 2016

Rezension - Die Attentäter


Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Oetinger
22. August 2016
ISBN-13: 978-3789104565
  

Obwohl sie aus grundverschiedenen Verhältnissen stammen, sind Cliff und Alain fasziniert voneinander. Zwischen ihnen steht Margarete, die beide von klein auf kennen.
Dann konvertiert Cliff zum Islam und verschwindet. Als er zurückkehrt, wird klar:
Er soll für den IS einen „Tag des Blutes“ planen.
Alain will seinen Freund retten – doch wie lange kann er noch zu ihm halten?



Cliff und Alains Leben könnten nicht unterschiedlicher sein. Und doch sind sie beste Freunde.
Auch Magarete verbringt viel Zeit mit den beiden, totz der engen Vertrautheit zwischen den beiden Jungs. Cliff konventiert zum Islam, was ja eigentlich kein Problem darstellt.
Doch es wird zum Problem, als er sich offenbar dem IS angeschlossen hat und ein Attentat mitten in Berlin plant.

Kaum ein anderes Thema könnte aktueller und realisticher sein!
So viele unschuldige Jugenliche lassen sich blenden von dem Wunsch nach einer besseen Welt, und glauben diese mit Terrorismus durchsetzen zu können.

Auch mich beschäftigt dieses Thema und ich lese vieles darüber. Von daher stand "Die Attentäter" schon recht früh auf meiner Leseliste.
Man lernt die drei Freunde kennen, die zwar grundverschieden, aber dennoch immer füreinander da sind. Sogar dann noch, als Cliff ein Attentat plant.

Cliff hatte keine leichte Kindheit und war wohl so ein leichtes Opfer, welches Stabilität in seinem Leben gesucht hat. Aber sollte man dafür andere Menschen mit in den Tod nehmen?
Wie kann man sich das Recht herausnehmen, darüber zu entscheiden?
Dies ist ein Thema, welches mir schon viele schlaflose Nächte bereitet hat.
Wie soll man mit dieser Angst umgehen?
Alain und Margarete stehen noch vor einem weiteren Problem:
Ihr bester Freund möchte eben diesen Weg gehen.
Können sie ihn aufhalten? Ihn umstimmen? Oder ist er längst verloren?

Ich muss sagen, es war mein erstes Buch der Autorin. Ich hatte schon gehört, daß sie einen sehr außergewöhnlichen Schreibstil hat, und diesen habe ich nun slbst erlebt.
Das Thema ist naürlich fesselnd, doch die Art der Umsetzung machte es mir schwer, der Geschichte zu folgen. Die wechselnden Sichtweisen und unterschiedliche Zeiten ohne wirkliche Hinweise, oft musste ich Sätze mehrmals lesen um sicher zu sein das sich wieder etwas geändert hat.
Dies war mir persönlich zu ansrengend. Zu einer leichten Lovestory passt dies meiner Meinung nach besser. Ein Terror-Attentat ist schon schwere Kost genug, und da passte dieser "poetische" Stil zwischendurch für mich nicht dazu.
Erst zum Ende hin, als das geplante Attentat stattfinden sollte, konnte ich mich voll auf die Story einlassen. Obwohl ich mich auch da fragte, ob Menschen wirklich so reagieren.


"Die Attentäter" lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. 
Ein aktuelles Thema, eine interessante Geschichte, 
aber die Umsetzung hat mir nicht ganz so gut gefallen.
Meine Bewertung: 3 von 5 Sterne!!!


Antonia Michaelis wurde in Kiel geboren und ist in Augsburg aufgewachsen. Sie hat in Greifswald Medizin studiert und unter anderem in Indien, Nepal und Peru gearbeitet. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren Töchtern gegenüber der Insel Usedom im Nichts, wo sie zwischen Seeadlern, Reet und Brennnesseln in einem alten Haus lauter abstruse Geschichten schreibt.
  

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen