Freitag, 2. Dezember 2016

Rezension - Cindy & Rella


Format: Ebook
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 220 Seiten
Verlag: Impress (1. Dezember 2016)
  

Ihr siebzehnter Geburtstag ist der Tag, an dem sich alles entscheiden wird – da sind sich Cindy und Rella einig. Sei es eine glitzernde Party, die Cindy zur Prinzessin des Berliner Nachtlebens krönt, oder ein auf Pergament geschriebener Brief, der Rellas Bestimmung offenbart: An diesem Tag rechnen sie beide fest damit, dass etwas geschehen wird, das ihr Leben für immer verändert. Womit sie jedoch nicht rechnen, ist, dass sie sich ausgerechnet an diesem Tag zum ersten Mal über den Weg laufen werden. Zwei Mädchen, die sich äußerlich bis aufs Haar gleichen und deren Schicksale von Geburt an miteinander verwoben sind. Verliebt in zwei Jungen, von denen nur einer ein Prinz sein kann…



"Cinderella trifft auf das doppelte Lottchen" passt hier ganz gut.
Auch wenn Cindy und Rella keine Schwestern sind, die nach der Scheidung ihrer Eltern getrennt wurden, so gleichen sie sich beide doch bis ins kleinste Detail.
Und keine weiß von der Existens der Anderen.

Während Cindy sich um nichts weiter als ihren Lifestyle kümmern muss, arbeitet Rella von früh bis spät in einer Fabrik, um ihr Leben zu finanzieren.
Erst an Cindys 17.Geburtstag treffen die Beiden aufeinander, und erfahren, daß sie in völlig verschiedenen Welten leben: Die eine der unseren ähnlich (spielt die Geschichte doch sogar in Berlin), die andere dagegen wünscht sich niemand....

Den Großteil der Geschichte lernt man die beiden Mädchen kennen, und erfährt so einiges über deren Leben.
Cindy kommt aus reichem Hause und plant gerade ihre große Geburtstags-Party.
Schnell wird einem aber bewusst, daß in Rellas Welt etwas nicht stimmt.
Die Menschen haben nur zu funktionieren und ihre Arbeit zu verrichten.
Privatleben oder sogar Spaß gibt es nicht.
Erst nach dem zufälligen Treffen hinterfragen beide ihr eigenes Leben, denn auch wenn Cindy den Traum aller Mädchen lebt, so scheint ihre Familie etwas zu verbergen.

Mir gefallen Geschichten, die Märchen in irgendeinerweise mit einbeziehen.
Und auch das wunderschöne Cover erinnert natürlich an Aschenputtel.
Während man die beiden Mädchen kennenlernt (die mich an das doppelte Lottchen erinnert haben) wird einem aber schnell bewusst, daß es sich hier nicht um eine romantisch, süße Geschichte handelt, sondern um eine Dystopie, mit einer Zukunft, die wir uns sicher nicht wünschen.

Die Idee hinter "Cindy & Rella" ist klasse und ich war direkt begeistert.
Auch die Entwicklung gefiel mir, und ich war überrascht, über jede neue Wahrheit die ans Licht kam.
Ich mag den Stil von Marie Menke, und mein einziger Kritikpunkt hier ist:
Als dann tatsächlich alles offengelegt war, kam für mich die Lösung des Problems und das Ende zu promt. Hier hätte ich mir eine genauerer Ausarbeitung gewünscht, da so viel mehr Potenzial in der Geschichte steckt. Ausnahmsweise wäre ich für eine Duologie, oder sogar Trilogie gewesen, da ich den spannenden Teil des Romans gerne intensiver und länger erlebt hätte.


Diese Geschichte schlägt eine Richtung ein, mit der man zu Beginn nicht gerechent hätte.
Überraschend und spannend, nur leider etwas zu kurz.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sterne!!!


Marie Menke wurde 1997 geboren, wuchs in einer Kleinstadt in NRW auf und machte nach ihrem Abitur einen einjährigen Abstecher in Spaniens Hauptstadt Madrid. Wenn sie gerade nicht beim Schreiben von Jugendromanen oder für Online-Magazine und Lokalzeitungen ihrer Kreativität freien Lauf lässt, zählen das Tanzen von Ballett bis Hip Hop und das Reisen zu ihren größten Leidenschaften.

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