Mittwoch, 8. März 2017

Rezension - Killerfrauen



Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. März 2017)
ISBN-13: 978-3426788660
HIER geht es zur Verlagsseite.
 

Stephan Harbort erzählt packend beispielhafte Fälle von Serienmörderinnen, analysiert ihre Motive, Hintergründe und Persönlichkeitsprofile: Eine Krankenschwester, die im Namen Gottes Patienten ermordet. Zwei junge Frauen, die ihre Untergebenen in der Drückerkolonne mit Baseballschlägern prügeln und foltern. Eine Eis-Verkäuferin, die ihre Exmänner erschießt.
Deutschlands führender Serienmordexperte gibt beklemmende Einblicke in die Abgründe der Seele. Denn Frauen töten anders.


Stephan Harbort ist einer der renommiertesten Kriminalisten Deutschlands. Er wurde 1964 in Düsseldorf geboren, wo er heute noch mit seiner Familie lebt.
Der Kriminalhauptkommissar und Diplom-Verwaltungswirt (FH) war Lehrbeauftragter an der FH Düsseldorf, Dozent am Polizeifortbildungsinstitut Neuss und entwickelte international angewandte Fahndungsmethoden zur Überführung von Serienmördern.
(Quelle: Amazon) 


Ich lese ja nicht nur Romane, sondern auch ganz gerne mal etwas zu ernsteren Themen.
Und auch wenn der Titel "Killerfrauen" doch schon sehr aussagekräftig ist, war ich überrascht, wie heftig die Geschichten in diesem Buch sind.

Da gibt es zum Beispiel eine Mutter, die mit einer unglaublichen Gelassenheit ihre Kinder ermordet hat, und Frauen, die sich einen Spaß daraus machen, einen Mann zu tode zu foltern.
Dies war für mich eindeutig der schlimmste Fall!
Auch in den anderen Kapiteln fehlen einem beim Lesen die Worte.

Jede der Frauen war der Meinung richtig zu handeln, und es ist erschreckend zu wissen, daß dies alles wirklich passiert ist.
Neben den Taten erhält man auch Einblick in das Leben der Täterinnen:
Beziehungen zu Eltern, Partnern, Kindern, das Sozialverhalten derjenigen...

Außerdem veröffentlicht Stephan Harbort eine Liste mit Statistiken und Merkmalen wie Alter, Familienstand, Schulbildung,...
Diese Vergleiche waren auch sehr interessant.
Genau wie das ganze Buch, welches mit 240Seiten auch völlig ausreichend ist.
Man kann sich mit der Thematik befassen, ohne erschlagen zu werden von langatmigen Texten.
Der Autor bringt alles Wissenswertes und Interessantes auf den Punkt.


Ich fand es spannend und furchterschreckend, was natürlich an den Geschichten lag,
und nicht am Werk selbst.
Ich werde sicherlich noch einmal ein Buch von Stephan Harbort lesen.
Meine Bewertung: 5 von 5 Sterne!!!

1 Kommentar:

  1. Ich habe das Buch "Killerfrauen" mit großem Interesse gelesen.
    Es war sehr interessant und schockierend zugleich. Keine einfache Lektüre.
    Stephan Harbort setzt sich sehr objektiv mit diesem komplexen Thema der weiblichen Psyche auseinander.
    Das Buch ist gut geschrieben und sehr flüssig zu lesen. Ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen.
    Teilweise hätte ich mir sehr gewünscht, das man über das Leben "danach" noch mehr erfahren hätte. (z. Bsp. Was wurde aus dem Baby?)
    "Killerfrauen" ist ein sehr lesenswertes Buch, welches einen teilweise sehr nachdenklich, schockiert und kopfschüttelnd zurücklässt.

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