Donnerstag, 6. April 2017

Rezension - Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden


 Geschrieben von Emily Barr
Übersetzt von Maria Poets
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: FISCHER FJB (23. März 2017)
ISBN-13: 978-3841440075
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Flora Banks Leben ist wie ein tausendteiliges Puzzle in allen Farben des Regenbogens.
Jeden Tag muss sie es erneut zusammensetzen. Sie muss sich daran erinnern, wer sie ist und was los ist. Manchmal stündlich. Nichts, was seit ihrem 10. Geburtstag passiert ist, bleibt ihr im Gedächtnis. Doch auf einmal ist da diese eine Erinnerung in ihrem Kopf. Und sie bleibt, verschwindet nicht wie die anderen Details aus ihrem Leben. Es ist die Erinnerung daran, wie sie nachts am Strand einen Jungen geküsst hat. Bewaffnet mit Handy, Briefen von ihrem Bruder aus Paris, einem prallgefüllten Notizbuch und tausenden von Zettelchen macht sich Flora Banks auf eine Reise, die sie letztendlich zu sich selbst führt. Denn zum ersten Mal in ihrem Leben kann sie jetzt entscheiden, wer sie wirklich sein will.
(Quelle: Verlag)


Es ist so wunderschön!
Ja ich weiß, solch eine Aussage schreibt man sonst immer am Ende einer Rezension, aber das sind die ersten Worte die mir einfallen, und die ich sofort niederschreiben musste!

Flora leidet an Amnesie und hat seit ihrem 10.Lebensjahr keine Erinnerungen mehr.
Jeden Morgen, manchmal aber auch nach einigen Stunden, vergisst sie einfach alles.
Sogar wer sie ist.
Mit kleinen Tricks und der Hilfe ihrer Eltern und ihrer besten Freundin schafft sie es durch den Alltag und kann ein einigermaßen "normales" Leben führen.
Nach einer Party bleibt ihr plötzlich eine Erinnerung im Kopf:
Ein Kuss!
Dieses Ereignis verändert ihr Leben, und sie beschließt diesen Jungen wieder zu sehen.
Koste es was es wolle!
Sie schafft es unbemerkt zu verschwinden und macht sich mit allen möglichen Notizen, Briefen und ihrem Handy auf die Reise.

Ich habe Flora sofort in mein Herz geschlossen und bekam Mitleid mit dem jungen Mädchen.
Doch von Seite zu Seite zeigte sich mehr ihr Mut und ihre Stärke.
Trotz ihrer Krankheit macht sie sich alleine auf den Weg, und ich hatte während des Lesens immer wieder Angst um sie. Aber ich freute mich sehr, als ich sah bzw las, wie sie jedes Hindernis meisterte.
Sie hat einen Bruder, den sie lange nicht gesehen hat, und den sie vermisst.
Auch sein Schicksal berührte mich, und ich mochte ihn auf Anhieb.
Der Streit mit ihrer Freundin machte mich traurig, und wieder fragte ich mich, wie würde ich in dieser Situation reagieren.

So verwirrend Floras Gedanken und Erlebnisse oftmals sind, so tiefgründiger wird es dadurch auch.
Auch wenn das Ende so völlig anders als erwartet ist, hat mich dieser Roman tief beeindruckt.
Man denkt automatisch darüber nach, wie man selbst mit dieser Krankheit umgehen würde.
Oder wie es wäre wenn ein Familienmitglied erkrankt ist.


Eine wunderschöne Geschichte über den Mut eines jungen Mädchens!
Meine Bewertung: 5 von 5 Sterne!!!


Emily Barr arbeitete lange Zeit begeistert in einer trubeligen Zeitungsredaktion. Manchmal sehnte sie sich jedoch nach einer stillen Ecke, um die Geschichten aufschreiben zu können, die ihr im Kopf rumspukten. Schon als Kind hatte sie nachts immer ihren Vater gehört, der auf seiner alten Schreibmaschine Romane schrieb. Emily lernte dadurch, dass man seine Träume verwirklichen kann, wenn man es nur will. Also begann sie selbst mit ihrem ersten Buch. Mittlerweile hat Emily einige Bücher veröffentlicht. ›Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben sein‹ ist ihr YA-Debüt. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Cornwall, England.

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