Mittwoch, 3. Mai 2017

Rezension - Das Glück hat vier Farben


 Geschrieben von Lisa Moore
Übersetzt von Maren Illinger
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: FISCHER Sauerländer (27. April 2017)
ISBN-13: 978-3737354806
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Seit sie denken kann, ist die sechzehnjährige Flannery in Tyrone verliebt. Aber wann genau ist aus ihrem Sandkastenfreund ein Rebell und der coolste Junge der Schule geworden? Flannery, die sich oft in den Erinnerungen daran verliert, wie einfach früher alles war, beobachtet mit Erstaunen, wie die Welt um sie herum immer schneller kreist. Doch dann kommt ihr für ein Schulprojekt eine folgenreiche Geschäftsidee: Sie fertigt Liebestränke für die Mitschüler an – und ein regelrechter Hype wird ausgelöst. Plötzlich geht das Gerücht um, dass die bunten Mixturen tatsächlich wirken ...
(Quelle: Verlag)

Flannery und Tyrone waren als Kinder befreudet, heute sind sie Teenager, die beide ihren eigenen Weg gehen. Doch Flannery mag Tyrone, sehr sogar. Doch er ist viel zu beschäftigt um es zu bemerken.
Sein Verhalten ändert sich auch nicht als die beiden für ein Schulprojekt zusammen arbeiten sollen. Sie sollen ein Produkt entwickeln, welches die Menschen nicht benötigen, aber trotzdem kaufen würden.
Flannery und Tyrone entscheiden sich für Liebestränke, die Arbeit macht Flannery allerdings alleine.
Sie verzeiht Tyrone allerdings immer wieder. Auch ohne magischen Trank ist sie blind vor Liebe.

Man könnte meinen, "Das Glück hat vier Farben" ist eine normale Teenie-Lovestory, doch hinter diesem Titel versteckt sich so einiges mehr.
Immer wieder zeigen Rückblicke und Szenenwechsel Flannerys Privatleben.
Sie sehnt sich nach ihrem Vater, den sie nie kennen lernen konnte, und an den sich ihre Mutter nicht einmal mehr erinnert. Miranda ist keine böser Mensch, allerdings als Mutter eine totale Niete.
Sie ist unselbstständig und verantwortungslos.
Sie beschäftigt sich lieber in Spielzeuggeschäften, gibt Geld aus welches sie nicht besitzen, und läßt Flannery sich um alles Wichtige kümmern.
Auch wenn sie ihre Kinder liebt, Flannery hat kein leichtes Leben.
Man spürt richtiggehend wie es Flannery geht, mit all den unterschiedlichen Gefühlen.
Dies hat die Autorin wunderbar zu Papier gebracht.
Auch Tyrone ist nicht einfach nur ein cooler Typ.
Er hat Geheimnisse, die er gekonnt verstecken kann vor anderen.

Die Autorin hat einen besonderen Stil und ich musste mich erst daran gewöhnen.
Aus einer einfachen Geschichte wurde ein tiefsinniger Jugendroman, der einen zum Mitfühlen un Nachdenken anregt.


 Manchmal gibt es nicht nur schwarz oder weiß, richtig oder falsch, 
manchmal ist das Leben bunt.
Und das Glück hat vier Farben...
Meine Bewertung: 4 von 5 Sterne!!!


Lisa Moore wurde 1964 in St. John’s, Kanada, geboren, wo sie auch heute noch lebt. Sie studierte Kunst am Nova Scotia College of Art and Design und hat mehrere Kurzgeschichten und Romane veröffentlicht, für die sie vielfach ausgezeichnet wurde, u.a. mit der Nominierung für den Man Booker Prize. ›Das Glück hat vier Farben‹ ist ihr erster Roman für Jugendliche

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