Freitag, 19. Mai 2017

Rezension - Kein Schnee im Hexenhaus


 Geschrieben von Susanne Eisele
Taschenbuch: 148 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (13. Mai 2017)
ISBN-13: 978-1541388475
   

Ein Bruder und seine Schwester. Ein Haus im Wald. Eine schrullige Alte. Hansjörg und Margarete verlaufen sich im Wald. Dort werden sie von der Polizei aufgegriffen und von den Eltern wegen ihres wiederholten Drogenkonsums in ein Erziehungsheim geschickt. Man bringt sie zu einem kleinen Häuschen, weit, weit weg von der Stadt. Sie denken sich dabei nichts Böses. Eigentlich nur an eine baldige Flucht. Doch dies stellt sich als unmöglich heraus. Denn das Haus hält nicht nur eine waschechte Hexe, seltsame Wesen und giftige Pflanzen für sie bereit. Für Hansjörg und Margarete wird dieser Trip die entscheidende Lektion ihres Lebens.



Susanne Eisele, geboren 1965 in der Nähe von Ludwigsburg, Baden-Württemberg, entdeckte schon früh ihre Liebe zur Musik und zu Büchern. Diese Liebe begleitet sie bis heute. Mit der Zeit erwachte in ihr der Wunsch, selbst Bücher zu schreiben. Mit "Nachbarschaftshilfe - ein Vampir- und Werwolfkrimi" setzte sie diesen Wunsch schließlich in die Tat um. Susanne Eisele lebt mit ihrem Ehemann im Nordschwarzwald. Im September 2015 erschien der Nachfolgeband "Kinderspiel".
Im Rahmen der Märchenspinnerei (www.maerchenspinnerei.de), wurde im Mai 2017 der Kurzroman "Kein Schnee im Hexenhaus" der Autorin veröffentlicht.
 
 
Ein weiterer Roman der Märchenspinnerei, und dieses Mal lässt sich auch schnell erraten, um welches Märchen es sich dreht: Hänsel und Gretel
 
Hansjörg und Margarete wollen sich aus dem Staub machen, als die Polizei vor ihrer Tür steht.
Doch sie kommen nicht weit und werden schon bald erwischt. Nachdem sie bereits einiges verbrochen haben und auch den Drogen nicht abgeneigt sind, werden die Beiden in eine Art Heim für Schwererziehbare geschickt. 
Doch auch dort haben sie nichts als ihr Verlangen nach Drogen im Kopf und überlegen fieberhaft wie sie entkommen können.
Wäre da nicht die merkwürdige Heimleiterin, die offensichtlich etwas zu verheimlichen hat, und all die Merkwürdigkeiten, die niemand den Jugendlichen glauben würde.

Dieses Mal hatte ich leider so meine Probleme mit der Geschichte, denn die Hauptprotagonisten waren mir total unsymphatisch. Supercoole Kids, die Drogen toll finden, sind einfach nicht mein Ding. Aber zur Geschichte passte es natürlich perfekt.

Als Hansjörg und Margarete erst einmal im Heim sind, wird es spannend, denn dort scheint es einige Geheimnisse zu geben. Trotz Drogenverbot gibt es Haschkekse, die die Jugendlichen natürlich mit großer Freude verspeisen. Doch ist die böse Hexe, die hier als Heimleiterin dient, wirklich böse?
Oder möchte sie den Jugendlichen wirklich helfen?
Sie hat so einige magische Helfer, wodurch Hansjörg und Margarete mehr als einmal an ihrem Verstand zweifeln. 
 
Das Zusammenspiel zwischen "normaler" und "magischer" Welt hat funktioniert, und die Autorin hat beides gut vereint. Ohne das es ein wirklichere Fantasyroman ist, gibt es Hexen, Feen und sogar Drachen.
Passieren all diese Dinge wirklich, oder bilden sie sich das alles nur ein? 
Diese Frage stellte ich mir bis zum Schluss, den ich hier aber natürlich nicht verraten werde ;-)
Mir gefällt der Stil der Autorin und ich hätte mir mehr Seiten gewünscht.
Es kam mir persönlich so vor, als wäre das Märchen nicht ganz rund und als würde etwas fehlen. 
Auch das Finale ging dann relativ schnell.

Das Wortspiel im Titel finde ich klasse, wobei mich das Cover eher an einen Heimatroman erinnert, als an eine moderne Märchen-Version. 


Für Hänsel und Gretel gibt es von mir 4 von 5 Sterne!

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