Samstag, 11. November 2017

Rezension - Das Weihnachtswunder von Chicago


Geschrieben von Manuela Inusa
Taschenbuch: 156 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
 (22. Oktober 2017)
ISBN-13: 978-1978195431  
 

Ruth ist ganz alleine... und gerade die Weihnachtszeit ist kaum zu ertragen, wenn man seine Familie vermisst.
Also setzt sich die junge Frau an den Flughafen von Chicago und beobachtet all die glücklichen Menschen, die sich vor Wiedersehensfreude in die Arme fallen.
Wie soll ihr Leben weitergehen?
Diese Frage geht ihr nicht mehr aus dem Kopf, und dann trifft sie das Schicksal, in Form eines jungen Mannes, der sich neben sie setzt und in ein Gespräch verwickelt.




Ich lese ja ab Herbst einen Weihnachtsroman nach dem anderen, und behaupte mal, ich kenne so ziemlich jedes von mir liebgewonnene Klischee.
Doch Manuela Inusa machte mir einen Strich durch die Rechnung, und alles womit ich gerechnet habe, ist erst einmal nicht eingetroffen.

Ruth ist eine symphatische Frau, deren Einsamkeit mich als Leser nicht kalt gelassen hat.
Wie traurig ist das denn, wenn man sich an Heilig Abend an den Flughafen setzt, weil man so völlig alleine ist. Hier wurde mir direkt etwas bewusst....ich habe erst vor kurzem meine Mama verloren, und ich weiß wie Ruth sich fühlt. Doch ich kann mich unendlich glücklich schätzen, daß ich eine große Familie habe. Am liebsten hätte ich Ruth direkt zu mir eingeladen.
Diese Idee hat auch Noel, dessen Name schon direkt nach Schicksal schreit.
Wer diesen Namen trägt muss einfach ein guter Mensch sein, und so sieht es auch Ruth, als sie sich völlig überraschend dazu entscheidet, mit ihm mit zufahren.
Er kommt aus einer großen Familie, und somit wird Ruth mit Weihnachtlichem-Allerlei überhäuft.
Kann sie jetzt überhaupt ihren zuvor getroffenen Plan durchziehen, ihr Leben betreffend?

Noel und seine Familie sind einfach wunderbar.
Mit ihnen haben sich die dunklen Wolken verzogen, und Ruths Gedanken kreisen nicht mehr nur um ihre Einsamkeit.

Ich habe schon vieles von Manuela Inusa gelesen, und mag ihren besonderen Stil.
Sie schreibt so voller Gefühl, und egal wie traurig eine Geschichte ist, man kann sie mit einer Leichtigkeit lesen und fühlt sich einfach wohl.

"Das Weihnachtswunder von Chicago" ist zu Beginn kein typischer Weihnachtsroman, doch dann trifft Ruth ihr ganz eigenes Weihnachtswunder mit dem Namen Noel.
Nach der Traurigkeit war dann wieder Hoffnung angesagt, und zum Ende hin war ich glücklich und zufrieden.


Wer gerne Weihnachtsromane liest sollte sich dieses Wunder nicht entgehen lassen!
Meine Bewertung: 5 von 5 Sterne!


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