Samstag, 17. August 2013

10 Fragen an... Angelika Lauriel




 Heute hat sich Angelika Lauriel bereit erklärt meine Fragen zu beantworten.
Ich habe erst vor kurzem ihren Roman "Frostgras" gelesen, meine Rezension dazu findet ihr HIER.
Die Mutter zweier Söhne lebt mit ihrer Familie im Saarland, und schreibt Romane für jedes Alter (auch die Kleinen kommen bei ihr nicht zu kurz ;-).
Ganz besonders ans Herz möchte ich Euch auch ihre Homepage legen, es gibt dort so viele tolle Infos und so viel zu Stöbern:


Und hier nun Angelikas Antworten....

1. Wann hast Du Deine Liebe zu Büchern entdeckt? Als Kind, Jugendliche, Erwachsene? Und gibt es ein Buch aus dieser Zeit, das Dir ganz besonders in Erinnerung geblieben ist? 
Meine Liebe zu Büchern fing an, als ich noch meiner Mutter lauschte, wenn sie uns Geschwistern (wir sind drei) vorlas. Mein Lieblingsbilderbuch war „Zu Besuch bei Onkel Tobi“, und die Bücher mit dem „Glücklichen Löwen“. Als ich gerade erst lesen lernte, hatte ich auch ein Lieblingsbuch – nein zwei, damals noch in Schreibschrift geschrieben: „Die Maus sucht ein Haus“ und „Violetta und der Kuckuck“. Mein erstes Buch in Druckbuchstaben, das ich innig liebte, hieß „Das Buch der kleinen Leute“. In meiner Kindheit waren außerdem die „Dolly“-Bände von Enid Blyton und die „Fünf Freunde“ sowie „Geheimnis um …“ sehr wichtig, während meiner Teeniezeit waren es Michael Endes „Unendliche Geschichte“ und „Momo“, und dann auch schon Tolkiens „Herr der Ringe“. Ein weiteres, sehr wichtiges Buch war „Stein und Flöte und das ist noch nicht alles“ von Hans Bemman, das ich dringend empfehlen kann. Ein Germanist hat es geschrieben, es ist Fantasy bwz. ein Märchenroman „at its best“.

2. Was hast Du getan, nachdem Du Deine Zusage für Deine 1.Veröffentlichung bekommen hast? Wie verlief der restliche Tag? Hast Du Dein Telefonbuch rauf und runter abtelefoniert? Gefeiert?

Wie es für mich typisch ist, lief das eher ruhig ab. Ich spürte eine innere Freude und ein Kribbeln und habe auch mal gejauchzt, aber ich bin nicht der Typ, der wirklich überschäumt vor Freude. Ich habe es meiner Familie erzählt, dann meinen engsten Kolleginnen und besten Freundinnen. Und das eine oder andere Glas Crémant ist natürlich auch getrunken worden. Das Schreiben gibt mir eine innere Zufriedenheit und Erfüllung, und eine Verlagszusage wirkt auf die gleiche Weise.

3. Wenn Du eine neue Geschichte beginnst zu schreiben, hast Du sie dann schon von Anfang bis Ende im Kopf? Oder entwickelt es sich erst beim Schreiben und Du kennst das Ende selbst noch nicht?
Mein erstes Buch (unveröffentlicht) ist so entstanden, aber heutzutage arbeite ich anders, strukturierter – und sei es auch nur, um mich nicht verteidigen zu müssen, weil ich „aus dem Bauch“ schreibe ;). Ich bin ein Mischtyp von Bauchschreiber und Stratege geworden. Ich lege zu Anfang fest, wessen Geschichte es ist, was die Charaktere ausmacht, wo ihre Konflikte lauern. Das ist mein allererster Schritt, sobald ich eine Grundidee (kann eine einzelne Szene oder ein Leitsatz sein) habe. Wenn ich die Personen kenne, deren Geschichte ich erzähle, entwickle ich den Plot in seinen Grundzügen und erstelle einen Kapitelplan. Damit habe ich mein Grundgerüst. Auch stilistische Dinge entscheide ich mitunter schon dann: Gibt es eine Rahmengeschichte, in die das Buch gebettet ist (wie Frostgras), gibt es darin Tagebucheinträge, Briefe oder dergleichen, gibt es Gedichte oder vor die Kapitel gestellte Zitate usw. usw.?
Meine Erzählstimme (oder auch mehrere, wenn ich aus mehr als einer Perspektive schreibe, was ich übrigens gerne mache) finde ich meistens, während ich die Charaktere entwickle (das mache ich schriftlich) und mich mit ihnen „unterhalte“.

4. Zu Zeiten von Ebook-Readern und dem digitalen Lesen, an welchem Buch hängt Dein Herz (weshalb es wohl für immer in gedruckter Ausgabe in Deinem Bücherregal stehen wird)?
Da gibt es viele, aber eines der Neueren ist „Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak.
  
5. Dein Lesehighlight 2012?
„Im Rhythmus der Stille“ von Sarah Neef. Es ist ein Buch, das ich mir ursprünglich aus Recherchegründen kaufte, und das mich dann gepackt und mitgerissen hat.

6. Wo schreibst Du am liebsten? Im Arbeitszimmer, Garten,….
Im Arbeitszimmer. Dort ist es am ruhigsten, und dieser Ort wird von der Familie am ehesten als Ort akzeptiert, an dem Störungen unerwünscht sind.

7. Wie stehst Du zu Buchverfilmungen? Erst Buch oder erst Film? Und wenn Du zuerst den Film gesehen hast, liest Du danach trotzdem noch das Buch? 
Ganz unterschiedlich. Grundsätzlich finde ich Bücher besser als Filme, da sie viel mehr berichten, aber es gibt gute Verfilmungen von Büchern. Gelegentlich bringt ein Film mich dazu, ein Buch oder eine Reihe zu lesen. Zuletzt geschehen bei „Rubinrot“ von Kerstin Gier.

8. Auf welche Buchveröffentlichung freust Du Dich 2013? 
2013 war es Frostgras, auf das ich mich wahnsinnig freute und mit dem ich auch noch einige interessante Dinge erlebe. Dazu gehören Lesungen, Internet-Leserunden, der Austausch mit Lesern und das Erklären des Wieso, Weshalb, Warum bei meinen Live-Lesungen.
2014 erscheinen drei Bücher von mir, „Der Tod steht mir nicht“ (witziger Chicklitkrimi), „66 Lieblingsplätze in SaarLorLux“ und „Schüssel mit Sprung“ (witziger Familienroman). Auf alle drei freue ich mich sehr – und auf die jeweiligen Buchpräsentationen, für die ich schon Pläne schmiede.

9. Schreibst Du gezielt zu festen Zeiten oder einfach nur spontan, wenn Dir danach ist? 
Wenn man, wie ich, eine Familie hat und trotzdem das Ziel verfolgt, das Schreiben als Beruf zu betreiben, muss man Disziplin walten lassen. Grundsätzlich ist der Vormittag, sobald die Söhne aus dem Haus sind, meine Arbeitszeit. Natürlich gehört dazu nicht nur Schreiben, sondern auch das komplette Drum und Dran.
Sollte ich mal Zeit haben, aber mir nicht zum Schreiben sein, dann werde ich mir virtuell selbst in den Hintern treten, denn Leerlauf kann ich mir einfach nicht leisten. Zum Glück komme ich immer in meine Manuskripte hinein, wenn ich ihnen eine faire Chance gebe. Schlecht ist es nur, wenn ich weniger als anderthalb Stunden am Stück vor mir habe. Dann lohnt sich ein richtiger Einstieg ins Manuskript nicht, weil sich der Flow nicht so einfach wieder unterbrechen lässt. Bei diesen kleineren Zeitfenstern ist Korrigieren und Überarbeiten angesagt.


10. Welches Buch liest Du aktuell?
„Zerbrechlich“ von Jody Picault, „Rubinrot“ von Kerstin Gier, „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ von Jonas Jonasson und „Schwerttanz um Täuscher“ von Kai Noa.

Danke liebe Angelika das Du Dir die Zeit genommen hast!!! 


1 Kommentar:

  1. Hallo (:

    Ich hab dir gerade den 'Best-Blog-Award' verliehen (:
    http://meinelieblingsbooks.blogspot.co.at/2013/08/best-blog-awards.html

    Ganz liebe Grüße
    Jasi

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