Donnerstag, 9. Januar 2014

Blogtour "Es wird keine Helden geben"



Kurzbeschreibung:

Berührend, fesselnd, unfassbar: Wenn nichts mehr ist, wie es war. Kurz, nachdem es zur Pause geläutet hat, hört Miriam einen Schuss. Zunächst versteht niemand, was eigentlich passiert ist, aber dann herrschen Chaos und nackte Angst.
Matias, ein Schüler aus ihrer Parallelklasse, schießt um sich.
Auch Miriams Freund Tobi wird tödlich getroffen.
Miriam überlebt - aber sie fragt sich, ob das Leben ohne Tobi und mit den ständig wiederkehrenden Albträumen überhaupt noch einen Sinn hat.
Waren sie und ihre Mitschüler Schuld an der Katastrophe?


 Meine Rezension zum Buch findet ihr HIER.
Eine Leseprobe findet ihr HIER.
Auf Lovelybooks wird es auch eine Leserunde geben,
vielleicht wollt ihr DORT mit anderen zusammen lesen und diskutieren?
Schaut auf jedem Fall auch morgen hier noch einmal vorbei,
denn es gibt etwas zu gewinnen;-)

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Heute ist mein Beitrag zur Blogtour dran... wie oder worüber könnte man bei solch einem Thema schon schreiben? Ich habe mich für das Thema Wut entschieden! Ganz klar, Wut auf den Täter, das steht an erster Stelle. Und sie ist so offensichtlicht!
Doch welche Wut entsteht noch? Wer hat Wut? Und auf wen?

Natürlich ist Miriam wütend.. Auf Matias, den Täter! Er hat ihren Freund Tobi erschossen! Er hat sie angeschossen! Und neben den körperlichen Verletzungen, hat er das Leben wie sie es kannte, zerstört....
Diese Wut empfinden wohl alle die einen Amoklauf miterleben mussten.
Sie ist auch wütend auf ihre Freundinnen! Tanja zieht einfach nach Berlin, Sophia ignoriert sie, Joanne redet nicht mehr mit ihr,...dieser Amoklauf hat wirklich alles verändert...

Miriams Familie ist wütend... Müssen sie doch mit ansehen wie Miriam nicht aus ihrer verzweifelnden Lage heraus findet. Was sagt man zu seinem Kind, das jede Nacht von Alpträumen geplagt ist? Das keinen Sinnmehr im Leben sieht?

Die Familien der Verstorbenen... Wieso gerade ihr Kind? Ihr Bruder oder ihre Schwester?
Die Wut nicht verstehen zu können warum das passiert ist!
So viele Familien weltweit müssen mit dieser Wut leben...

Wut haben auch die Eltern des Täters.... Wut auf sich selbst! Haben sie bei der Erziehung versagt? Hätten sie etwas merken müssen? Wut vielleicht auch auf die Polizisten, die, wenn auch begründet, ihr Kind erschossen haben? Wut auf die Umwelt, die es dem Sohn so schwer im Leben gemacht hat. Wut auf Menschen die ihnen Mitschuld geben, die tuschelnd hinter ihrem Rücken reden und sich im Supermarkt nach ihnen umschauen. Auch sie müssen damit leben, und auch sie haben ihr Kind verloren...

Alle direkt Beteiligten haben Wut! Aber auch viele andere empfinden dieses Gefühl...

Die Einsatzkräfte vor Ort, die all diese schrecklichen Dinge mit erleben müssen, ohne Schwäche zeigen zu dürfen! Ein Polizist, der einen Jungen erschiessen muß um schlimmeres zu verhindert. Er wird sich danach sicher nicht als Held fühlen...

Nachbarn der Opfer, aber auch des Täters.... Wut wegen der ständigen Frage warum so etwas passiert ist!

Ich selbst hatte auch schon einmal Wut... Vor 3Jahren gab es in meinem Wohnort auch einen Schul-Amoklauf. Meine Kinder sind nicht auf dieser Schule, aber trotzdem war es sofort ein Thema. Psychologen sprachen mit meinem Sohn, der die 2.Klasse besuchte. Die Kinder mussten üben wie sie sich unter den Tischen verstecken, sollte es zu einem Anschlag kommen. Ihr glaubt nicht wie wütend ich damals, und auch heute noch bin. Warum müssen meine unschuldigen, lieben Kinder, sich mit solch einem Thema beschäftigen??? Selbst jetzt, während ich dies hier schreibe, fällt es mir schwer, nicht wütend zu sein.

Niemand sollte so etwas miterleben müssen!

Und niemand sollte so verzweifelt sein, das er keinen anderen Ausweg mehr sieht um sein Leben auf diese Art zu beenden.

Dieses Buch ist erschütternd! Denn Miriams Geschichte kann jederzeit, jeden von uns treffen....

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