Mittwoch, 2. Juli 2014

Rezension - Ziemlich feste Freunde


Geschrieben von Susanne Lang
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag 
Erscheinungstermin: 19. Mai 2014
ISBN-13: 978-3764505035
 
HIER geht es zur Verlagsseite.
  

Wie viel Freundschaft braucht der Mensch?

»Freunde werden aufgrund der Brüchigkeit von Beziehungen immer wichtiger«, schreibt Soziologin Eva Illouz. »Freunde sind die neue Familie«, titelte der STERN schon in den Neunzigern – und auf den ersten Blick ist es plausibel: Ehen gehen schneller entzwei, Familien zerbrechen, wir gehen zum Studieren in die Ferne, ziehen der Arbeit halber ans andere Ende der Republik. Wir müssen mobil sein, lassen unser Heimatdorf und alte Freunde zurück, finden neue. Suchen sie uns selbst aus, anstatt wie mit der Familie auf immer verbunden zu sein. Sind Freundschaften das Resultat moderner, individueller Selbstbestimmung? Susanne Lang unterzieht verschiedene Arten der Freundschaft einem Reality-Check, entlarvt Freundschaftsmythen – und erklärt, warum der Freundeskreis oft die bessere Familie ist.


Das Cover ist kreativer, als man vielleicht auf den ersten Blick erkennt.
Wer genau hinschaut, sieht nämlich viele berühmte Freundes-Paare, wie zum Beispiel Biene Maja und Willi, Ernie und Bert, und Tim und Struppi. Ehrlich gesagt ist auch mir es erst augefallen nachdem ich das Buch bereits zu Hause hatte ;-)
Die Autorin klärt über die verschiedenen Arten von Freundschaften auf, und durchleuchtet diese genau. Zum Teil mit Beispielen aus ihrem eigenen Leben, aber auch denen Prominenter.

Seite 35: 
"Gute Freunde kann niemand trennen.
Gute Freunde sind nie allein.
Weil sie eines im Leben können.
Für einander da zu sein."
Mit diesem Refrain schaffte es Kaiser Franz Beckenbauer 1961 
mit einem Gastspiel als Sänger bis auf Platz 31 der Charts.

Es gibt z.B. ein Kapitel, das von Facebook handelt, eines vom Harry-und-Sally-Syndrom, Geschichten über "Beste Freundinnen" und "Männerfreundschaften".
Fakten, Wissenschaftler, und Journalisten kommen zu Wort. Und als Leser erkennt man sich in vielen Situation selbst. Es ist spannend, nachzulesen was einem im Alltag oft garnicht bewusst ist, und es regt zum Nachdenken an.
Ein Sachbuch, das kein bisschen trocken ist, und dank des leichten Schreibstils Spaß macht zu lesen.


 "Wie viel Freundschaft braucht der Mensch?"
Eine interessante Frage, der die Autorin unterhaltsam auf den Grund gegangen ist.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sterne!!!


Susanne Lang hat in Münster Germanistik, Kultur‐ und Kommunikationswissenschaften studiert. Danach besuchte sie die Deutsche Journalistenschule in München. Ab 2003 arbeitete sie als Redakteurin, später als Ressortleiterin bei der taz. Seit 2010 ist sie verantwortliche Redakteurin beim Freitag. Susanne Lang lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Berlin.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen