Freitag, 8. August 2014

10 Fragen an.... Annika Bühnemann


 Bereits zwei Romane der Autorin habe ich gelesen, und HIER und HIER rezensiert.
Und nun gibt es heute auch noch meine 10 Fragen an...
Annika Bühnemann!

Danke zu erst einmal das Du Dir Zeit für unser Interview nimmst!
Sehr gerne, ich bin gespannt!

1. Wann hast Du Deine Liebe zu Büchern entdeckt? Als Kind, Jugendliche, Erwachsene? Und gibt es ein Buch aus dieser Zeit das Dir ganz besonders in Erinnerung geblieben ist?

Ich habe die Liebe zu den Büchern als Kind entdeckt. Nachdem ich meine Mutter mit Fünf überreden konnte, mir Lesen beizubringen, habe ich mich auf alles gestürzt, was Buchstaben hatte. Richtige Bücher habe ich aber erst in der Grundschule gelesen, dabei waren Hanni und Nanni meine absoluten Favoriten.

2. Dein persönliches Lesehighlight 2014?
Außer meine eigenen Bücher? :D Nein, ernsthaft, ich habe dieses Jahr bisher nur ein Buch zu Ende gelesen und das war das Manuskript zu „Mit Verzögerung ins Glück“ von Sarah Saxx, das mir ausgesprochen gut gefallen hat. Kann ich nur empfehlen!

3. Wie stehst Du zu Buchverfilmungen? Erst Buch oder erst Film? Und wenn Du zuerst den Film gesehen hast, liest Du danach trotzdem noch das Buch?
Ich habe ein Mal ein Buch nach der Verfilmung gelesen, das war Herr der Ringe. Ich muss sagen, mich überzeugen Verfilmungen meistens nicht, wenn ich das Buch kenne. Wenn ich die Wahl habe, lese ich immer lieber das Buch! Trotzdem zog es mich in Harry Potter, Twilight und dergleichen, um einfach zu sehen, wie das Buch umgesetzt wird. Überzeugen konnte mich aber noch keine Verfilmung, deren Romangrundlage ich gelesen habe.
Meine eigenen Bücher verfilm zu sehen, wäre aber natürlich trotzdem ein Traum J

4. Wenn Du eine neue Geschichte beginnst zu schreiben, hast Du Sie dann schon von Anfang bis Ende im Kopf? Oder entwickelt es sich erst beim Schreiben und Du kennst das Ende selbst noch nicht?
Meine Geschichten sind schon vor dem Schreiben sehr aufgefeilt und detailliert niedergeschrieben. Ich habe für mich beim Schreiben festgestellt, dass ich flüssiger schreibe, wenn ich weiß, wo ich hinwill, also was in der Szene oder dem Kapitel vorkommen soll.
Zur Übung ist so ein „freies Schreiben“ aber sehr toll, dazu stellt man eine Zeitschaltuhr auf zehn Minuten und schreibt alles, was einem in den Kopf kommt – am besten mit dem Stift, da die Verknüpfung zwischen einer schreibenden Hand und dem Gehirn direkter sein soll als von Fingern auf Tasten zum Gehirn.

5. Wo schreibst Du am Liebsten? Im Arbeitszimmer, Garten,….
Der Ort spielt für mich eine untergeordnete Rolle. Ich kann im Zug genau so gut schreiben wie im Esszimmer oder auf dem Balkon. Die meiste Zeit wechsle ich aber zwischen tatsächlich zwischen Esszimmertisch, Couch und meinem Stehpult (ist besser für den Rücken, habe ich gelesen).

6. Schreibst Du gezielt zu festen Zeiten oder einfach nur spontan wenn Dir danach ist?
Ich versuche, vor der Arbeit zu schreiben, aber das klappt nicht jeden Tag. Am Wochenende schreibe ich immer am Vormittag, wenn mein Mann noch schläft, und am Sonntagabend. Wenn ich Urlaub habe und mein Mann nicht, dann schreibe ich auch schonmal den ganzen Tag. Würde ich nur schreiben, wenn ich Lust dazu habe, könnte ich meine Deadlines nicht einhalten. Es ist wie beim Sport: Wenn man sich erstmal überwunden hat und anfängt, macht es Spaß (jedenfalls habe ich gehört, dass es bei Sport so sein soll – auf mich trifft das nicht zu, ich hasse Sport ;) ). Allerdings gönne ich mir auch Pausen oder schaue einen Film, obwohl ich schreiben müsste. Bisher hat es immer funktioniert, rechtzeitig fertig zu sein.

7. Wenn ein Roman von Dir veröffentlicht wird, bist Du nervös wegen der ersten Lesermeinungen?
Extrem nervös, ja! Und vollgestopft mit lauter Selbstzweifeln. Was, wenn die erste Meinung negativ ausfällt? Wenn sich das Buch nicht verkauft? Wenn jemand es total diffamiert? Mit jeder Veröffentlichung entblößt man sich auch zum Teil vor der Öffentlichkeit und macht sich verletzbar – natürlich hat man dann auch Angst, dass jemand zuschlägt.

8. Schreibst Du an mehreren Projekten gleichzeitig, oder eins nach dem anderen?
Ich schreibe immer nur an einem Projekt zur gleichen Zeit, aber ich bereite gleichzeitig andere Projekte vor. Das hat mit der Zeit zu tun, die ich pro Roman einplane. Ich bin einfach am besten in der Geschichte drin, wenn ich sie in einem Rutsch herunterschreibe. Da ich derzeit in nur einem Genre unterwegs bin, will ich den Erzählton jeder Geschichte nicht verwässern, indem ich mehreren Projekten meine volle Konzentration gebe, sondern immer nur einem.

9. Entwickeln Deine Protagonisten gelegentlich ein Eigenleben, und entwickeln sich in eine völlig andere Richtung, während des Schreibens?
Bei „Auf die Freundschaft!“ war es so, dass sich meine Figuren irgendwie von selbst in andere Richtungen entwickelt haben, beispielsweise wird ein Seitensprung von einer Figur gebeichtet, der mir noch gar nicht bekannt war, als ich die Szene angefangen habe. Bei „Achtung: Braut!“ ist mir nichts dergleichen passiert, wahrscheinlich weil die Figuren sehr gut und durchdacht vorbereitet waren – die hatten einfach keinen Handlungsspielraum mehr, um sich woanders hin zu entwickeln.
In dem neuen Roman „Traummänner und andere Hirngespinste“ (VÖ im August), den ich mit meiner Kollegin Anna Fischer zusammen geschrieben habe, mussten wir beim Schreiben ein bisschen nachjustieren, weil sich die Figuren tatsächlich ein wenig verselbstständigt haben – allerdings zum Besseren, also haben wir sie gelassen.
10. Wo können Leser mehr von Dir erfahren? Homepage, Blog, Facebook?
Dann wollen wir mal:
Facebook (ein Like von euch wäre grandios!)

ENDE


 


1 Kommentar:

  1. Hey! :)
    Da hast du dir mit der Autorin ja echt sehr viel Mühe gegeben! ;) Ist super! :)

    Bezaubernde Grüße von Wortzauber

    AntwortenLöschen