Donnerstag, 13. Juli 2017

Rezension - Bourbon Sins (2)


Broschiert: 544 Seiten
Verlag: LYX (28. Juni 2017)
ISBN-13: 978-3736304017


Nach dem Tod des Familienoberhaupts hängt die Bourbon-Dynastie der Bradfords am seidenen Faden. Der Patriarch hat nicht nur das Unternehmen hoch verschuldet hinterlassen, nun entpuppt sich sein vermeintlicher Selbstmord auch noch als Mord. Unter Verdacht gerät der älteste Sohn Edward, den sein Vater um alles gebracht hat, was die Zukunft für ihn bereithielt. Während sein jüngerer Bruder Lane alles daran setzt, das Familienunternehmen zu retten, liegt das Schicksal der Bradford Bourbon Company nun ausgerechnet in den Händen ihrer größten Konkurrentin, der Frau, die Edward über alles liebt, aber unerreichbar für ihn scheint.



Die Geschichte des ersten Teils "Bourbon Kings" wird hier direkt weiter erzählt.
Während dort noch Lane Bradfords Sicht erzählt wurde, spielt nun sein älterer Bruder Edward die Hauptrolle.
Er ist auch derjenige, dem man den Mord an seinem Vater am ehesten zutraut.
Denn was dieser ihm angetan hat ist unverzeihlich.
Doch Edward ist nicht nur ein Mensch voller Zorn und Hass auf seine Herkunft, er ist ebenso ein verletzlicher Mann, der viel mitgemacht hat, und der keinem Menschen mehr vertraut.
Naja, fast keinem mehr. Denn auch in seiner Geschichte taucht natürlich eine Frau auf ;-)

Die Bourbon Dynastie hat mich ja schon im ersten Teil an die früheren TV-Serien Dallas und Denver Clan erinnert. Damals ging es um Geld und Macht, und auch heute hat sich daran nichts geändert.
Ein herrisches Familienoberhaupt, welches über Leichen geht, ist tot!
Und zurück bleiben die Söhne, die nun nach und nach hinter all die Geheimnisse kommen.
Intrigen, Betrug, Erpressung, Millionen-Schulden, Kriminalität,....

Der Anfang dieser Fortsetzung hatte direkt einen WOW-Effekt, und danach war es eigentlich kaum möglich, das Buch aus der Hand zu legen.
Und weil ich keine Pausen machen wollte, habe ich mir dann auch wieder noch das Hörbuch zugelegt, um zwischendurch weiterhören zu können.

Obwohl die Brüder sehr unterschiedlich sind, teilen sie das gleiche Schicksal: Hineingeboren in eine der reichsten Familien, dafür aber mit einem tyranischen Vater gestraft.
Der ist nun weg, und die beiden müssen die Scherben der Vergangenheit aus dem Weg räumen.

Dieser Roman hat über 500 Seiten, und dennoch ist man ruckzuck fertig mit lesen.
Die Autorin versteht ihr Handwerk und ich mag ihren Stil sehr.
Sie schreibt spannend und ohne lange Pausen, und es passiert so unglaublich viel, ohne daß man dvon erschlagen wird.
Eine gute Kombination also.
Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil "Bourbon Lies", welcher im November erscheint, und der von Maxwell, dem geheimnisvollen Sohn, der schon vor langer Zeit die Familie verlassen hat und nun nichts Gutes im Schilde zu führen scheint.


Obwohl ich den Namen der Autorin schon so lange kenne, habe ich zuvor von ihr nichts gelesen.
Nach dieser Reihe muss ich das ändern!
Meine Bewertung: 5 von 5 Sterne!!!


J. R. Ward ist das Pseudonym von Jessica Rowley Pell Bird. Sie hat Rechtswissenschaften studiert und war im Gesundheitswesen tätig, bevor sie schließlich mit ihren Büchern erfolgreich wurde. Wirklich überraschend kam das jedoch nicht, denn Schreiben war schon immer ihre Leidenschaft. Bis heute kann sich Bird/Ward nichts Schöneres vorstellen, als den ganzen Tag vor dem Computer zu sitzen und an ihren Geschichten zu arbeiten. Ihre „Black-Dagger“-Reihe schaffte es innerhalb kürzester Zeit, bekannt und beliebt zu werden. Inzwischen gilt J. R. Ward in den USA als eine der besten Autorinnen von mystisch angehauchten erotischen Liebesgeschichten.

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