Sonntag, 9. Juli 2017

Rezension - Unorthodox

   
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: btb Verlag (19. Juni 2017)
ISBN-10: 3442715342
   

Am Tag seines Erscheinens führte »Unorthodox« schlagartig die Bestsellerliste der New York Times an und war sofort ausverkauft. Wenige Monate später durchbrach die Auflage die Millionengrenze. In der chassidischen Satmar-Gemeinde in Williamsburg, New York, herrschen die strengsten Regeln einer ultraorthodoxen jüdischen Gruppe weltweit. Deborah Feldman führt uns bis an die Grenzen des Erträglichen, wenn sie von der strikten Unterwerfung unter die strengen Lebensgesetze erzählt, von Ausgrenzung, Armut, von der Unterdrückung der Frau, von ihrer Zwangsehe. Und von der alltäglichen Angst, bei Verbotenem entdeckt und bestraft zu werden. Sie erzählt, wie sie den beispiellosen Mut und die ungeheure Kraft zum Verlassen der Gemeinde findet – um ihrem Sohn ein Leben in Freiheit zu ermöglichen. Noch nie hat eine Autorin ihre Befreiung aus den Fesseln religiöser Extremisten so lebensnah, so ehrlich, so analytisch klug und dabei literarisch so anspruchsvoll erzählt.
(Quelle: Verlag)



Ich beschäftige mich in letzter Zeit öfters mit dem Thema Religionen, Sekten und die Unterdrückung von Frauen. Dabei bin ich auch auf Unorthodox aufmerksam geworden.

New York, die Weltmetropole schlechthin, mit den modernsten Menschen und den unterschiedlichsten Lebensarten.
Kaum zu glauben, daß an solch einem Ort, auch Sitten und Regeln herrschen, die für uns nur schwer bis überhauptnicht nachvollziehbar sind.

Deborah Feldman wuchs als Mitglied der Satmarer, einer strengjüdischen Glaubensgemeinschaft auf.
Ohne Mutter, dafür mit einem Vater, der kaum für sich selbst sorgen kann, wird sie von ihren Großeltern erzogen.
Die Glaubensfreiheit, die in den USA besteht, bedeutet für Deborah ein Leben ohne Freiheit und ohne Selbstbestimmung.
Heimlich liest sie Weltliteratur und macht sich Gedanken über ihr Leben und ihr Abgegrenztsein von anderen Menschen.
Auch was die Wahl ihres Ehemannes angeht, übernimmt die Familie für sie die Entscheidung.
Und während sie sich einerseits jahrelang diesem Leben unterwirft, beginnt sie beginnt sie schon früh, dieses anzuzweifeln.
Erst als sie selbst Mutter ist beschließt sie zu gehen.
Um ihrem Sohn ein freies und besseres Leben zu ermöglichen.
Sie setzt sich durch, läßt sich scheiden, und zieht mit ihrem Sohn nach Deutschland.
Weit weg von ihrer Heimat lebt sie nun in Berlin.

Deborah Feldmann erzählt hier ihre Geschichte und läßt die Leser eine völlig fremde Welt kennenlernen. Schwer vorstellbar, daß es solche Riten und Lebensweisen in der heutigen Zeit gibt. In einem Land wie den USA.
Sie erzählt von ihrem Wunsch nach Freiheit, und macht mit ihren Worten vielen Menschen, die in der selben odeer ähnlichen Situation sind, Mut.
Aufgeben ist keine Option, und ich bin froß, daß sie nun ein neues Leben beginnen konnte.
 

Eine bewegende Geschichte, die man kaum glauben möchte.
Meine Bewertung: 5 von 5 Sterne!!!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen